Madrid durchkreuzt Pläne für eine kanarische PolizeiSeit etwa zwei Jahren versucht die kanarische Regierung, Pläne zur Formation einer zusätzlichen kanarischen Polizei zu verwirklichen. In Madrid ist man von dieser Idee nicht begeistert.
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| 25.07.2008 - Jetzt droht die spanische Zentralregierung sogar mit rechtlichen Maßnahmen, sollte man auf den Kanaren eigenmächtig handeln und die geplante Kanarenpolizei tatsächlich ins Leben rufen.
Bei einem Treffen mit dem kanarischen Justizminister, José Miguel Ruano, machte der spanische Innenminister, Alfredo Pérez Rubacalba, deutlich, dass die Nationalpolizei (Policía Nacional) und die Zivilpolizei (Guardia Civil) für die Sicherheit in der autonomen Region verantwortlich seien.
Die kanarische Regierung hingegen beharrt auf ihrem Recht, ebenso wie Katalonien und das Baskenland eine eigene Sicherheitseinheit bilden zu dürfen.
Obwohl sich Pérez und Ruano darauf einigten, weiterhin nach einer gemeinsamen Lösung zu streben, betonen spanische Behörden, dass dem Vorhaben der Kanarenregierung mithilfe eines Gerichtsbeschlusses Einhalt geboten werde, wenn notwendig.
Außerdem ließ man in Madrid verlautbaren, dass die spanische Regierung nicht bereit sei, eine zusätzliche Polizeieinheit mit zu finanzieren. Trotz dieser klaren Ansage meinte Ruano, es gäbe keinen Grund, sich bei den Vorbereitungen zur Formierung der Kanarenpolizei aufhalten zu lassen. Seiner Meinung nach könnte sie bis 2012 einsatzfähig sein.
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