Risiko WaldbrandGegen die Stimmen der Opposition verabschiedete die amtierende sozialistische Regierungspartei PSOE in Los Silos einen Antrag an die Inselregierung, dem Ort die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen, um die Waldbrandgefahr in den Sommermonaten zu unterbinden.
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 | | In den Höhenlagen der Gemeinde, wie hier bei Erjos, wütete das Feuer im letzten Jahr tagelang und richtete großen Schaden an |
| Los Silos - 05.07.2008 - Los Silos sei zum Beispiel die einzige Gemeinde der Gegend, die nicht über einen Löschwagen mit motorisierten Pumpen verfüge. Bei einem Waldbrand müsse man daher Hilfe bei Nachbargemeinden oder in den Zentralen der Metropolen erbitten. In Fällen wie z.B. während des verheerenden Feuers Ende Juli des vergangenen Jahres sei es ein aussichtsloses Unterfangen, denn jeder schütze zunächst sein eigenes Terrain. Zudem gehe wertvolle Zeit verloren. Die Gemeinde braucht zudem Präventivmaterialien, die eine schnelle Kommunikation und Reaktion auf einen Feueralarm ermöglichen. Begleitend zu der logistischen Hilfe sind Maßnahmen in der Natur geplant. Man möchte an geeigneten Stellen Feuerschneisen in die Wälder schlagen und den Bürgern das Sammeln von Fichtennadeln (Pinochas) in einem begrenzten Rahmen erlauben. Früher dienten die trockenen Nadeln als Streu für Stalltiere oder zum Anheizen von Öfen. Heute steht das Sammeln unter Strafe und wird mit Bußgeldern belegt. Die Feuerwalze im letzten Sommer konnte sich aber auch deshalb so schnell ausbreiten, weil die Flammen auf dem Boden durch den trockenen Nadelteppich viel Nahrung fanden. In Los Silos hofft man nun auf eine schnelle Unterstützung seitens der Inselregierung in Santa Cruz, um den heißen Sommermonaten mit kühlem Kopf entgegenzusehen. Bedauerlich sei es gewesen, so der Bürgermeister, dass diese sinnvolle Initiative nur mit Stimmen aus den eigenen Reihen auf den Weg gebracht werden konnte. Seiner Meinung nach solle man derartige Projekte im Sinne der Bürger und nicht des Parteibuches abstimmen. (sv)
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