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Samstag, 22.11.2008
Dr. Anna Stange antwortet
Seit mehr als 25 Jahren ist Dr. Anna Stange Allgemeinmedizinerin und Fachärztin für Innere Medizin und Diabetologie. Sie ist Mitglied der deutschen und spanischen Ärztekammer. Bitte richten Sie Ihre Fragen an die Redaktion oder direkt an Dr. Anna Stange. Es können nur allgemeingültige Fragen beantwortet werden.
Anna Stange wurde 1953 in Prag geboren. Sie begann auch dort im Jahre 1973 ihr Medizinstudium an der renomierten Karlsuniversität, die zu den ältesten der Welt zählt.
Im Sommer 2006 eröffnete Dr. Stange ihre neue Praxis mit Schwerpunkt Allgemeinmedizin und Diabetologie direkt an der Plaza von La Guancha.
Seit mehr als 25 Jahren ist Dr. Anna Stange Allgemeinmedizinerin und Fachärztin für Innere Medizin und Diabetologie. Sie ist Mitglied der deutschen und spanischen Ärztekammer. Bitte richten Sie Ihre Fragen an die Redaktion oder direkt an Dr. Anna Stange. Es können nur allgemeingültige Fragen beantwortet werden.Anna Stange wurde 1953 in Prag geboren. Sie begann auch dort im Jahre 1973 ihr Medizinstudium an der renomierten Karlsuniversität, die zu den ältesten der Welt zählt.
Im Sommer 2006 eröffnete Dr. Stange ihre neue Praxis mit Schwerpunkt Allgemeinmedizin und Diabetologie direkt an der Plaza von La Guancha.
Fragen zur Gesundheit - Dr. Anna Stange antwortet
06.11.2008 - Mit meinen 67 Jahren leide ich zunehmend unter Schwindelanfällen. Sie dauern verschieden lang und verschwinden spontan. Auch kann ich mich oft schlechter konzentrieren.Schwindel kann durch ganz verschiedene Krankheiten verursacht werden. Wichtig ist zu wissen, wann das Schwindelgefühl auftritt, wie lange es andauert und ob es auch von anderen Symptomen begleitet ist. Meistens sind Schwindelgefühle „banaler“ Natur, aber in einigen Fällen können sie auch Ausdruck von ernsthaften und gefährlichen Erkrankungen sein. Dazu gehören Herzkreislauferkrankungen, neurologische Krankheiten oder sogar Tumore. Eine gründliche internistische Untersuchung ist unabdingbar und sollte durch eine neurologische Untersuchung komplettiert werden. Auch zählt eine Untersuchung des HNO dazu. Erst wenn alle diese fachärztlichen Untersuchungen abgeschlossen sind, ist eine klare Diagnose erstellbar.
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06.11.2008 - Mit 59 Jahren hatte ich einen Haushaltsunfall, bei dem ich mir den Oberschenkel brach. Im Krankenhaus wurde Osteoporose festgestellt, aber bei meiner Entlassung keine weitere Behandlung angeordnet. Da ich sonst keinerlei Beschwerden habe, weiß ich nicht, ob ich etwas gegen meine Osteoporose machen muss.Oft wird diese Erkrankung erst nach Brüchen festgestellt. Der allgemeine Glaube, dass Osteoporose sich in Knochen oder Gelenkschmerzen zeigt, ist falsch. Osteoporose ist eine Skeletterkrankung infolge einer niedrigen Knochenmasse. Das Risiko wiederholter Frakturen ist bei den Patienten hoch. Besonders die Wirbelsäule und die Oberschenkel sind betroffen. Bei einer Diagnose von Osteoporose sind immer eine weiterführende Behandlung und regelmäßige Kontrolle erforderlich. Zuerst ist eine genauere Untersuchung durch eine radiologische Methode (Osteodensitometrie: Knochendichtemessung) nötig, um das Ausmaß der Erkrankung festzustellen. Danach wird eine medikamentöse Behandlung begonnen, die zum Ziel der Stärkung und dem Wiederaufbau der Knochen dient. Nach etwa sechs bis zwölf Monaten sind erste Effekte nachweisbar. Diese werden mittels erneuter Osteodensitometrie kontrolliert. Nur eine wirksame Therapie schützt vor neuen Knochenbrüchen. Starkes Rauchen und Bewegungsmangel fördern die Entwicklung von Osteoporose, gegen die eine gute Bewegungstherapie hilft, die Krankheit positiv zu beeinflussen. Für eine medikamentöse Therapie berät Sie Ihr Internist oder ein Spezialist für Osteoporose, der allerdings oft nicht so einfach zu finden ist.
Fragen zur Gesundheit - Dr. Anna Stange antwortet
28.09.2008 - Meine neue Nachbarin ist wie ich auch Diabetikerin. Nun haben wir festgestellt, dass wir ganz unterschiedlich unseren Blutzucker messen. Sie misst in mmol/l und ich erhalte meine Messergebnisse in mg/dl. Was ist nun richtiger oder besser ?Richtig sind beide Messarten. Welche nun besser ist, ist auch bei den Ärzten umstritten und auch in den verschiedenen Ländern unterschiedlich. Selbst innerhalb Deutschlands gibt es ein Ost-/West-Gefälle. Der Facharzt bevorzugt meistens mmol/l, weil sich diese Bewertung schon seit Jahren in der internationalen Fachwelt durchgesetzt hat. Außerdem ist für den Patienten der Umgang mit kleineren Zahlen einfacher und überschaubarer. Zum Beispiel: 126 mg/dl, was 7,0 mmol/l entspricht. Die Messung in mmol/l ist also moderner, beinhaltet allerdings die Gefahr der Verwechslung bei Patienten, die auch Glykohämoglobin messen, da die Wertangaben auch im einstelligen Bereich liegen.
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28.09.2008 - Bei mir wurde der so genannte Altersdiabetes festgestellt, weshalb ich Tabletten verordnet bekam. Ich habe gehört, dass gerade bei Einnahme von Tabletten die Gefahr einer lebensbedrohlichen Unterzuckerung besteht. Wie und woran erkenne ich rechtzeitig diese Gefahr ?Jeder Diabetiker muss von seinem behandelnden Arzt unbedingt über die Risiken der Unter- sowie Überzuckerung aufgeklärt werden. Die Unterzuckerung (Hypoglykämie) ist ein Zustand, der sich schnell entwickeln kann und ohne schnelle Gegenmaßnahmen, d.h. schnelle Zuführung von Zucker, fatal enden könnte. Das betrifft alle Patienten, die Tabletten verordnet bekommen haben oder Insulin spritzen müssen. Besonders ältere Menschen spüren die Warnsignale oft später und auch erst bei sehr niedrigen Blutzuckerwerten als jüngere Patienten. Zu den häufigsten Symptomen gehören: Schwitzen, Zittern, Herzklopfen, allgemeines Schwächegefühl, Benommenheit oder Konzentrationsstörungen. Auch Torkeln, Gleichgewichtsstörungen, Koordinationsschwierigkeiten, Doppelsehen und eine undeutliche Artikulation der Sprache können ebenfalls ein Warnsignal sein. Auf Außenstehende wirkt der Zustand der betroffenen Personen wie wenn diese unter starkem Alkoholeinfluss stünden. Da aber viele der beschriebenen Symptome auch bei anderen Erkrankungen auftreten, muss man davon ausgehen, dass es sich auch um Hypoglykämie handeln könnte. Da oft eine sofortige Blutzuckerkontrolle nicht möglich ist, sollte man bei einem Diabetiker immer als erste Hilfe Zucker verabreichen. Das kann dem Diabetiker nicht schaden, aber ihm oft das Leben retten. Deshalb sollte auch jeder Diabetiker 2 x 5 Gramm Zucker bei sich haben. Am besten eignen sich die bekannten Traubenzuckertäfelchen. Natürlich kann man zu Hause auch normalen Haushaltszucker verwenden, während künstliche Zuckerersatzstoffe nicht wirksam sind.
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16.09.2008 - Als insulinabhängige, langjährige Diabetikerin muss ich mehrmals täglich meinen Blutzuckerspiegel messen. Durch das viele Stechen in meine Finger habe ich schon total beschädigte Fingerkuppen. Sie sind gefühllos und schmerzen. Was kann ich tun?Auch bei den Blutzuckermessgeräten werden ständig Fortschritte in Bezug auf eine einfache und schmerzfreie Handhabung gemacht. Es gibt seit längerer Zeit sehr kleine Blutzuckermessgeräte, die mit einem 10mal kleineren Blutstropfen auskommen und die auch konzipiert sind, um an verschiedenen Körperstellen Blut zu entnehmen. Das sind Ober- und Unterarme, Ober- und Unterschenkel sowie der gesamte Handbereich. Diese neuen Geräte brauchen nicht mehr kalibriert zu werden und sind in ihrer Bedienung sehr einfach. Die Messresultate zeigen sie innerhalb von fünf Sekunden an und speichern sie auf sehr großen Datenspeichern ab. Meine Patienten sind mit dem neuen Messgerät sehr zufrieden. Als Erstpatient erhält man ein Gerät kostenlos.
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16.09.2008 - Anfang des Jahres litt ich unter einer Gürtelrose. Die Bläschen sind verschwunden, aber die Schmerzen sind immer noch da. Wie ist das möglich und was kann ich dagegen machen?Ihre Beschwerden nennt man postzosterische Neuralgie (Zoster = Gürtelrose). Es geht um eine Beschädigung der Nerven durch die Virusinfektion. Die manchmal starken Schmerzen können noch viele Monate andauern. Wenn übliche Schmerzmittel wie Analgetika oder Antirheumatika (z.B. Voltaren, Ibuprofen) nicht helfen, muss man zu speziellen Mitteln greifen. Dazu gehören das Antiepileptikum Carbamazpin in Kombination mit Beruhigungsmitteln. Die Therapie muss aber von einem Arzt eingesetzt und der Verlauf regelmäßig überwacht werden. Schmerztherapeuten haben noch die Möglichkeit, in besonders schlimmen Fällen mit lokalen Anästhetiken die Schmerzen zu lindern.
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16.09.2008 - Vor drei Monaten hatte ich eine harte, schmerzhafte Schwellung am unteren Augenlid. Sie verschwand nach einiger Zeit und ist jetzt plötzlich wieder aufgetaucht. Sollte sich das ein Augenarzt ansehen? Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich um ein Chalazion, im Volksmund Hagelkorn genannt. Es ist eine Schwellung der Liddrüse, die sich durch eine Entzündung entwickelt hat. Sie ist sehr lästig und vermittelt das Gefühl eines Fremdkörpers im Auge. In der Anfangsphase kann man das noch mit einer antibiotischen Salbe beseitigen. Bei wiederholtem Erscheinen oder anhaltender Symptomatik ist eine chirurgische Entfernung durch einen Augenarzt nötig. Der Augenarzt kann auch ein sehr seltenes Meibom-Karzinom ausschließen.
Fragen zur Gesundheit - Dr. Anna Stange antwortet
16.09.2008 - Ich bin in Sorge, wie ich während Flügen und auch hier bei länger andauernden Tagesausflügen mein Insulin richtig transportiere.Bei Flügen sollten Sie das Insulin in Ihrem Koffer vor zu großen Temperaturen schützen. Sie können z.B. ein Kühl-element in einem Plastikbeutel mit dem Insulin zusammenpacken. Auch eine kleine Styroporbox schützt das Medikament. Im Notfall können Sie das Insulin auch fest in ein Handtuch wickeln, wenn Sie es vorher im Kühlschrank gekühlt haben. Das ist die einfachste Art, es auf Tagesausflüge mitzunehmen. Auch bietet sich bei großer Hitze im Wagen oder am Strand die Benutzung einer Thermoskanne an, in der Sie das Insulin in ein feuchtes Tuch gewickelt stecken. So übersteht Ihr Medikament auch den Tag an besonders heißen Tagen.
Fragen zur Gesundheit - Dr. Anna Stange antwortet
16.09.2008 - Seit einiger Zeit beobachte ich an meinen Augenlidern kleine, flache, linsenförmige Knötchen mit gelblicher Verfärbung. Was ist das?Es könnte sich um Xanthelasma handeln. Das sind Cholesterineinlagerungen, die eine Fettstoffwechselstörung signalisieren können. Es könnte sich um familiäre Hypercholesterolämie handeln oder sekundäre Hypercholesterolämie im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen, vor allem mit Diabetes mellitus. Auch eine niedrige Schilddrüsenfunktion könnte eine Rolle spielen. Sie sollten sich auf diese Erkrankungen hin untersuchen lassen. Die Knötchen lassen sich leicht chirurgisch entfernen, ferner müssen Sie die Ursache der metabolischen Störung beim Facharzt behandeln lassen.
Fragen zur Gesundheit - Dr. Anna Stange antwortet
16.09.2008 - Als 72-jährige stelle ich fest, dass ich in letzter Zeit menschenscheu geworden bin. Ich habe Angstgefühle, wenn mir jemand zu nahe kommt. Ich war mein Leben lang ein sehr aufgeschlossener und kommunikativer Mensch und mein eigenes Verhalten erschreckt mich. Auch wenn Angstgefühle zum normalen Leben gehören und eine gewisse Schutzfunktion erfüllen sollen, ist Ihr jetziges Verhalten unangemessen. Ihre Zustände könnte man als Sozialphobie bezeichnen. Verschiedene Angstzustände finden sich häufig bei älteren Menschen und fast 14 Prozent erleben irgendwann diesen Zustand. Man unterscheidet, ob es sich um eine Angstkrankheit im engeren Sinne oder um sekundäre Angstzustände bei anderen Erkrankungen handelt. Organische und psychiatrische Grunderkrankungen müssen ausgeschlossen werden. Fast jede Erkrankung kann Angst auslösen. Die häufigsten Ursachen sind: div. Herzerkrankungen, Bluthochdruck, endokrine Krankheiten oder Hirnbeschädigungen. Die notwendigen Untersuchungen wird Ihr behandelnder Internist veranlassen und nach erstellter Diagnose eine entsprechende Therapie einleiten.
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