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Samstag, 22.11.2008
Kabelloses Internet (WLAN)
Was muss man beim Kauf beachten
Wer träumt nicht davon, auf der Terrasse zu sitzen, das Notebook vor sich zu haben und ohne lästigen Kabelsalat einen Brief an den Drucker zu schicken oder gar im Internet surfen zu können? Das ist heute schon Realität, alle neuen Laptops haben schon eingebaute WLAN-Karten und für Desktop Computer kann man schnurlose Netzwerkkarten nachrüsten.
Der WiFi-Standard
Lassen Sie sich nicht von Fachausdrücken und Abkürzungen wie WLAN (Wireless Local Area Network), WiFi (Wireless Fidelity), IEEE 802.11a/b/g abschrecken. Alle meinen nämlich nur ein und dasselbe: das drahtlose Netzwerk. Bei der IEEE-Norm gilt zu beachten, dass Geräte der b- und g-Norm miteinander kompatibel sind, die a-Norm funkt in einem anderen Frequenzbereich.
Das b- und das g-Netz sind marktführend bei den WLANs. Sie versprechen die größte Kompatibilität und somit die geringsten Probleme beim Zusammenspiel mit öffentlichen drahtlosen Netzwerken. Neuester Spross ist das n-Netz. Dieses ist kompatibel zu b- und g-Netzen, jedoch vom Konsortium noch nicht zertifiziert.
Akzeptable Geschwindigkeit
B-Netze – ok für die Übertragung kleiner Datenmengen
Die Übertragungsgeschwindigkeit in einem Funknetz nach IEEE 800.11b-Standard entspricht (theoretisch) elf Megabit oder 1,4 Megabyte in der Sekunde. In der Praxis reicht diese Geschwindigkeit gerade einmal für 700 Kilobyte in der Sekunde. Das ist ausreichend schnell, um kleine Datenmengen zu übertragen oder mobil im Internet zu surfen. Für große Datenmengen innerhalb eines Heimnetzwerkes ist dieser Standard aber zu langsam.
G-Netze – zur schnellen Übetragung von Daten
Netzwerke, die ausschließlich auf der neueren Netzwerktechnologie nach IEEE 800.11g-Standard basieren, können (theoretisch) Daten bis zu fünf Mal so schnell austauschen. In der Realität liegt der Datendurchsatz allerdings bei unter zwei Megabyte pro Sekunde. Betreibt man aber in einem g-Netz eine langsamere b-Netzwerkkarte, verlangsamt diese das gesamte Netz. Wer fix funken möchte, darf also nur g-Netz-Hardware einsetzen. Einige Hersteller von Netzwerkkarten tunen ihre Hardware und erreichen sogar eine weitere Verdoppelung der Übertragungsrate bis zu theoretischen 108 Megabit in der Sekunde. Damit bewegen sie sich aber außerhalb des WiFi-Standards. Folge: Die Karten sind in dieser Leistungsklasse nicht kompatibel mit Netzwerkkarten anderer Hersteller. Setzt man getunte Hardware in einem anderen Netz ein, sinkt die Übertragungsrate auf das WiFi-konforme Niveau. Will man die vollen 108 Megabit pro Sekunde erreichen, muss man zwingend auf Geräte eines Herstellers setzen, die jeweils für diese Leistung ausgelegt sind. In der Praxis erreichen diese Netze nicht einmal die Hälfte der theoretisch versprochenen Leistung.
A-Netze - die besonders sichere Variante
Netzwerke, die mit dem IEEE 800.11a-Standard funken, erreichen bis zu 54 Megabit in der Sekunde und sind somit genauso fix wie die g-Netze. Beide sind aber nicht miteinander kompatibel, so dass man ausschließlich Netzwerkkarten mit a-Standard einsetzen muss. Der Frequenzbereich von a-Netzen ist weniger anfällig gegen Störungen, da er weniger genutzt wird. Weiterer Vorteil der a-Lösung: Die geringere Verbreitung macht es weniger interessant für Hacker und somit sicherer. Zudem er-laubt der Standard einen hö-heren Verschlüsselungsgrad der Daten, was wiederum die Sicherheit erhöht.
Drahtlose Netze sind generell immer noch langsamer als die kabelgebundenen Varianten, deren Standard heute bei 100 Megabit Datenrate pro Sekunde liegt. In solch einem Netz lassen sich bis zu 14 Megabyte Daten in der Sekunde übertragen. Zunehmend verbreiten sich auch Gigabit-Netze, mit denen man bis zu 140 Megabyte Daten in der Sekunde übertragen kann. Wer etwa innerhalb eines Raumes mehrere Computer vernetzen möchte, hat per Kabel immer noch Geschwindigkeitsvorteile. Gleichzeitig vermeidet er das Risiko, dass sich Hacker kabellos ins Netzwerk einhacken können.
Die einfachste Lösung
Wer nur zwei PCs drahtlos miteinander verbinden möchte, kann dies relativ günstig tun. Alles was nötig ist, sind zwei etwa kreditkartengroße PC-Cards, wenn es sich um zwei Notebooks handelt. Ist einer der beiden PCs ein Desktoprechner, braucht man neben einer PC-Card eine PCI-Funknetzkarte. Da in diese Karten bereits eine Antenne integriert ist, ist keine weitere Hardware nötig. Alternativ zu PC-Card und PCI-Adapter kann man auch einen externen USB-Adapter an den PC anschließen. Den gibt es als kleine Box, die man auf den Tisch stellt oder als USB-Stick, den man schnell an- und abstöpseln kann. Die beiden PCs nehmen dann über den so genannten „Ad-hoc-Modus“ direkt die Verbindung miteinander auf. Achtung: Wer auf USB-Sticks und ein schnelles g- oder n-Netz setzen möchte, benötigt unbedingt einen schnellen
USB-2.0-Anschluss am PC. Der langsamere USB-1.1-Port erreicht nicht den erforderlichen Datendurchsatz.
Sollen mehr als zwei PCs drahtlos Daten austauschen, ist neben PC-Card, USB-/PCI-Adapter oder Centrino/Turion-Prozessor auch noch ein Accesspoint oder ein Gateway nötig. Diese Geräte dienen als Vermittlungsstelle und koordinieren den Datenverkehr zwischen den Computern.
Wie groß ist die Reichweite?
Die größtmögliche Entfernung vom Sender ist abhängig von der Umgebung. Die Maximalreichweite beträgt im Freien etwa 300 Meter, vorausgesetzt es befindet sich kein Hindernis zwischen Sender und Empfänger. Im Haus hingegen lassen sich kaum mehr als 50 Meter überbrücken. Denn Wände, Fußböden und Möbel behindern den Empfang der Funkwellen. Entscheidend für den Empfang im Haus sind die Beschaffenheit von Wänden und Fußböden. So durchdringen die Funkwellen einfache Wände relativ problemlos. Stahlbetonwände können dagegen den Funkverkehr komplett lahm legen. Besonders schnell geht der Kontakt verloren, wenn die Daten über mehrere Etagen verschickt werden sollen, da Fußböden und Decken besonders massive Hindernisse darstellen. Um auch unter solch ungünstigen Umständen drahtlos Daten austauschen zu können, muss man entweder Signalverstärker, sogenannte Repeater, oder mehrere Accesspoints im Gebäude installieren.
Kommt es zur Beeinträchtigung beim Empfang, reißt der Kontakt aber nicht sofort ab. Zunächst reduziert das System die Bandbreite, also die mögliche Datenübertragungsrate. Über den jeweiligen Empfangsstatus gibt in der Regel ein kleines Symbol in der Statuszeile Auskunft. So verliert man nicht unbemerkt den Kontakt.
Eine gute Möglichkeit die Reichweite zu erhöhen, beziehungsweise den Empfang zu verbessern, bieten Zusatzantennen. Per Kabel an eine Netzwerkkar-te angeschlossen, lassen sie sich zentral an einem günstigen Ort aufstellen oder montieren. Es gibt sogar wetter-feste Ausführungen, die dauerhaft an der Außenwand des Hauses verbleiben können. Eine Alternative, den Empfangsradius im Haus zu erhöhen, ist die Kombination mit einem Stromnetzwerk, auch HomePlug genannt. n
Weitere Infos
Erik Zöller Computersysteme
Guargacho
Öffnungszeiten:
Montag – Freitag 9.00 – 18.00 Uhr
Samstag 9.00 – 13.00 Uhr
Telefon:
922 786 568
617 440 661
Internet: www.ezcom.es
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