Biologisch genießen auf TeneriffaIm Grillrestaurant „El Cordero“ in Guargacho kommen Lamm-Fans voll auf ihre Kosten, denn hier ist das Fleisch ausgesprochen zart, saftig und schmackhaft. Der Grund: Das kanarische Kurzhaarschaf Pelibuey wächst auf einer zum Restaurant gehörenden 130.000 Quadratmeter großen Bio-Finca in natürlicher Umgebung und unter streng kontrollierter, ökologischer Haltung auf.
Die Finca des El Cordero war eine der ersten, die auf den Kanaren die biologische Landwirtschaft einführte und diese mit der Schafhaltung kombinierte. In einem großen Wintergarten werden hier neben Bananen vor allem Papayas, Mangos, Melonen sowie Gemüse der Saison angebaut. Neben exzellenten Fleischlieferanten sind die Schafe des El Cordero nebenbei Produzenten von organischem Dünger, da die Pflanzenreste aus der Landwirtschaft als Viehfutter dienen. Ein sinnvoller und einleuchtender Kreislauf, der im Zuge von Spezialisierung heute leider nicht mehr oft gepflegt wird. Die ersten Siedler der Kanaren, die nordafrikanischen Berberstämme, brachten diese besonders robuste Schafart mit auf die Inseln. Christoph Kolumbus exportierte das Pelibuey später im 15. Jahrhundert auf seinen Reisen nach Mittel- und Südamerika und in die Karibik, wo es noch heute auf fast jeder Speisekarte zu finden ist.
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 | | Rustikal-tropische Atmosphäre im Restaurant El Cordero |
| Guargacho - 05.08.2008 - Die Atmosphäre im El Cordero ist ländlich und tropisch zugleich. Der Speiseraum ist sehr geräumig und luftig und gleicht mit seinen hohen Decken eher einer zum Restaurant umfunktionierten Halle.
Die Einrichtung ist rustikal und entspricht dem Stil eines südamerikanischen Landgutes mit allerlei bäuerlichen Werkzeugen an den Wänden, einem großen Holzofen und einem Bodenbelag aus rotem Sand. In der offenen, verglasten Küche kann man den Köchen bei ihrer Arbeit zusehen. Gruppen nutzen gerne den überdachten Außenraum, in dem man im Freien, quasi innerhalb der angrenzenden Bananenplantage, an großen Holztischen sitzt. Im Restaurant integriert ist ein eigener Bauernladen, der täglich (außer montags) geöffnet ist. Hier gibt es biologisches Gemüse und Obst der Saison aus eigenem Anbau. Auch das Lammfleisch, ausgezeichnet mit dem Gütesiegel der Kontrollstelle für ökologisch betriebene Landwirtschaft der Kanaren (CRAE), kann man hier täglich frisch kaufen.
Alle Gäste des El Cordero haben außerdem die Möglichkeit, die Finca auf eigene Faust zu besichtigen und den Anbau der exotischen Früchte aus nächster Nähe zu betrachten. Für Gruppen wird auf Anfrage sogar eine fachkundige Führung durch die Plantagen angeboten. Überhaupt bietet sich das El Cordero sehr für Gruppenfeiern an, nicht nur wegen der vielen Sitzmöglichkeiten, sondern auch wegen eines großen, runden Grills, auf dem in einem verglasten separaten Raum zum Beispiel ein ganzes Lamm gegrillt werden kann. Als Appetitanreger serviert man im El Cordero gerne den frisch gepressten Papayasaft. Er schmeckt sehr köstlich und bereitet den Magen optimal auf die bevorstehenden üppigen Portionen vor. Auswählen kann man zwischen neun verschiedenen Vorspeisen. Die Vorspeisenteller sind so reichhaltig, dass es sich auch anbietet, im El Cordero einfach einen gemütlichen Tapas-Abend zu verbringen. Für den kleinen Hunger gibt es leckere, frische Salate und Suppen. Die Zutaten sind selbstverständlich alle aus eigenem biologischem Anbau, wie zum Beispiel der Kressesalat mit Garnelen, schwarzen Oliven und Roquefortkäse (8 €). Zu empfehlen sind der gegrillte Käse mit Mojo und Tomatenkonfitüre (6,25 €) und die Frühlingsrollen gefüllt mit Lammfleisch oder Gemüse (5 €). Die dazu gereichte dunkle, süß-saure Soße schmeckt köstlich und bleibt leider das streng gehütete Geheimnis der Küche.
Auf der Fleischkarte dominiert natürlich das Lamm in verschiedenen Variationen: Als Koteletts mit Knoblauch (13,50 €), als Leber oder Nieren in Sherry (8 €) oder für den großen Hunger die Lammschulter aus dem Ofen (16 €). Sehr lecker schmeckt das gebratene und mit Kräutern gewürzte Lamm aus dem Holzofen (13 €) mit frischem Gemüse aus dem Biogarten. Neben Lamm werden auch Rinderfilet, überbackene Hühnerbrust, Ziege und Kaninchen angeboten. Wer kein Fleisch mag, kann zwischen Zackenbarsch und Kabeljau (10 € bzw. 13 €) wählen. Auch die Lasagne des Hauses (6 €) steht unter dem Motto Lamm: Gefüllt mit kleingeschnittenem Lammfleisch und Gemüse und mit einer reichhaltigen, mild gewürzten Käsesoße überbacken ist sie eine originelle Variante dieses italienischen Klassikers. Wenn man nach dem Hauptgang noch Platz im Magen hat, kann man sich zwischen Karamelpudding oder Milchreis, Schokoladentorte, frischem Obstsalat aus Früchten der Saison und hausgemachtem Öko-Eis entscheiden.
Die Weinkarte bietet kanarische Weiß- und Rotweine, darunter viele aus biologischem Anbau zu durchaus vernünftigen Preisen (ab 12 €). Auch bekannte Tropfen vom spanischen Festland findet man hier, wie zum Beispiel Rioja (ab 14 €), Ribera del Duero (ab 15 €) oder Somontano (19 €). Der Biowein aus eigener Kelterei wird vor den Augen der Gäste aus einem großen Holzfass gezapft und sogar Cavas der katalanischen Bodega Codorniù stehen auf der Karte. Das El Cordero ist eine gelungene Mischung aus Bauernladen und Restaurant, das durch Qualität überzeugt und wo alles frisch aus dem eigenen Anbau auf den Teller kommt. So gut kann Bio schmecken! n Von Karin Lachert
Grillrestaurant El Cordero Punta del Lomo 1 Guargacho (An der Hauptstraße von Las Chafiras nach Las Galletas)
Öffnungszeiten: Di. – Sa. 13 – 22.30 und So. 13 – 16.30 Uhr Montags geschlossen Produktverkauf: Di. – Sa. 10 – 23.00 Uhr Vorspeisen: 3 bis 8 € Hauptspeisen: 6 bis 16 € Nachspeisen: durchschnittlich 3 € Reservierungen: 922 733 333 (nach automatischer Ansage Durchwahl 11) Kreditkarten: alle gängigen
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