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Samstag, 22.11.2008
Wird Spanien zur Wüste?
Kanaren besonders gefährdet
Die Kanarischen Inseln gehören zu den spanischen Regionen, die am stärksten von Trockenheit und somit auch von fortschreitender Wüstenbildung betroffen sind. Fast 40 Prozent der gesamten Landfläche Spaniens leidet unter dem Phänomen zunehmender „Verwüstung“.
18 Prozent dieser Flächen gelten als sehr trocken, wodurch das Risiko der Wüstenbildung als sehr hoch eingestuft wird. Bei weiteren 19 Prozent wird das Risiko der Austrocknung als mittelhoch beschrieben.
Bereits 1996 hat Spanien ein Abkommen mit 70 anderen Staaten unterzeichnet, in dem man der Wüstenbildung gemeinsam den Kampf ansagte. Jetzt – elf Jahre danach – wird anhand eines aktuellen Berichts deutlich, dass Spanien sein Soll nicht erfüllt hat. Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura gelten als besonders gefährdet. Aber auch große Teile von Murcia, Alicante, Almería und Castilla-La Mancha drohen zu Wüsten zu werden. Umweltexperten zeigen sich nicht überrascht – zu lange habe man die Böden in den betroffenen Gebieten überstrapaziert und ausgelaugt, als dass sie sich davon so schnell wieder erholen könnten. Die spanische Regierung will jetzt endlich etwas gegen die Verwüstung des Landes tun. Ein Punkt eines soeben entworfenen Plans zur Bekämpfung der Trockenheit lautet „Aufforstung“. Vertrocknete Flächen sollen nachhaltig bewirtschaftet werden, was bedeutet, dass man anstatt auf kurzfristigen Ertrag auf langfristige und schonende Bearbeitung Wert legt. Auf Weideflächen, die drohen zu Wüsten zu werden, soll künftig die Anzahl der Weidetiere begrenzt werden. Spanien soll wieder grüner werden – nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch weil Wüsten wenig bis gar keinen wirtschaftlichen Nutzen haben.
Ein großes Problem im Zusammenhang mit der Wüstenbildung ist das Phänomen der Erosion. In einigen Gegenden Spaniens gehen dadurch jährlich mehr als 25 Tonnen Erde pro Hektar verloren, wodurch es in solchen Zonen immer schwieriger wird, Bäume und andere Pflanzen anzusetzen. „Die Maßnahmen gegen die Wüstenbildung und Erosionen kommen spät, dafür dass Spanien eines der am gefährdetsten Länder Europas ist“, zitiert die Tageszeitung El País Theo Oberhuber des Verbandes Ökologen in Aktion. Außerdem seien die Maßnahmen längst nicht ausreichend, um die Wüstenbildung effektiv zu bekämpfen, so Oberhuber, dennoch sei es besser, man nehme den Kampf gegen die Trockenheit endlich auf, als dass weiterhin gar nichts passiere.
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22.11.2008 - 














