Deutschsprachiges Nachrichten- und Informationsportal für die Kanarischen Inseln
Ein Qualitätsprodukt der Island Connections® Media Group
Dienstag, 02.12.2008
Olympiade der Tiere
Tierische Athleten mit goldverdächtigen Leistungen
Die Olympischen Sommerspiele in Peking sind am 24. August vorbei. Neue Rekorde wurden aufgestellt, neue Gesichter aus aller Welt stehen jetzt an der Weltspitze vieler olympischer Disziplinen. Aber bei aller Bewunderung für die menschlichen Athleten: Im Vergleich zu den sportlichen Höchstleistungen im Tierreich verblasst der Glanz manch einer Goldmedaille.
© WWF-Canon Martin HARVEY
Schnell, schneller, Gepard
Der jamaikanische Sprinter Usain Bolt ist mit 9,72 Sekunden derzeitiger Rekordhalter auf 100 Metern, was in etwa einer Geschwindigkeit von 37 km/h entspricht. Nicht in einem Stadion, sondern durch die afrikanische Savanne rast hingegen der Gepard. Mit 103 km/h auf einer 200 Meter-Rennstrecke ist die Raubkatze unangefochten der schnellste Sprinter im Tierreich. Im Wasser hält der Indopazifische Fächerfisch mit 110 km/h den Rekord. Zum Vergleich: Die besten menschlichen Schwimmer schaffen rund 7 km/h. Für den Wanderfalken sind solche beeindruckenden Geschwindigkeiten jedoch noch immer Fortbewegung im mittleren Gang: Sein Höchsttempo liegt bei 230 km/h.
Muskelpower im Tierreich
Im Gewichtheben ist unser naher Verwandter, der Gorilla, ein wahrer Champion: Er kann stolze 900 kg stemmen. Darüber würde die Ameise wohl nur müde lächeln. Das kleine Tier kann nämlich das 50-Fache seines Körpergewichts tragen. Weltmeister im Gewichtheben sind jedoch unangefochten die Nashornkäfer. Die Vertreter der Gattung Scarabaeidae können das 850-Fache ihres eigenen Gewichts schultern.
Weitsprung Down Under
Sinnbild für tierische Sprungmeister ist das australische Riesenkänguru. Das Beuteltier kann dank seiner starken Hinterbeine bis zu 13,5 Meter weit und über drei Meter hoch springen. Der massive Schwanz sorgt dafür, dass die Kängurus dabei nicht das Gleichgewicht verlieren. In Proportion zu seiner geringen Körpergröße ist jedoch tatsächlich der Floh der beste Weit- bzw. Hochspringer im Tierreich. Mit nur 2,5 Millimeter Körpergröße ist er zwar ein echter Winzling, dafür kann er aber beachtliche 50 Zentimeter weit springen.
Ungeahnte Tiefen
Rekordverdächtige Taucher sind die Antarktischen Seeelefanten. Sie können zwei Stunden lang die Luft anhalten und dabei bis zu 1.800 Meter tief tauchen. Nicht weniger beeindruckend sind die Leistungen des Pottwals. Der riesige Meeressäuger ist nachweislich in Tiefen von über 2.000 Metern unterwegs. Manche Quellen berichten sogar von 2.500 Metern. Dort machen die Wale Jagd auf Tintenfische und Kalmare. Wenn die Tiere anschließend wieder auftauchen, kann man ihr Luftholen noch in einem Kilometer Entfernung hören.
Mut zur Langsamkeit
Mit all diesen enormen Kraftanstrengungen und rekordverdächtigen Leistungen kann das südamerikanische Faultier nichts anfangen. Alles an ihm ist langsam - und zwar immer. Wenn es sich sehr beeilt, legt es in einer Minute fünf Meter zurück. An guten Tagen. Doch die haben beim Faultier nur vier Stunden. Denn ganze zwanzig Stunden pro Tag schläft es tief und fest. Und für das Verdauen einer Mahlzeit braucht das Faultier sogar einen ganzen Monat.
| Bildergalerie: Tierische Athleten mit goldverdächtigen Leistungen |
![]() |
| 7 Bilder zum Artikel gefunden: Weiter zur Bildergalerie |
| Diese Seite drucken |
| Texte © 2007 - 2008 by Kanaren Express Alle Rechte vorbehalten |
|
Social Bookmarking |
| KanarenExpress - Die Zeitung auf den Kanaren Der KanarenExpress, gegründet 2006, ist innerhalb kürzester Zeit die auflagenstärkste deutsche Zeitung auf den Kanarischen Inseln geworden. Die Zeitung wird an Verkaufsstellen auf den Inseln Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, El Hierro und La Gomera verkauft. Nachrichten, Reportagen, Informationen von den Kanaren stehen in der Zeitung im Vordergrund. |








02.12.2008 - 















