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Dienstag, 02.12.2008
Wie war das noch früher?
Nostalgie im Museumsdorf Pinolere
Wenn man von La Orotava aus zum Teide fährt, kommt man direkt daran vorbei – am Museumsdorf Pinolere. Es lohnt sich durchaus, einen kleinen Abstecher in das nostalgische Dorf zu machen. Kleine Hütten mit Stroh-gedeckten Dächern zeigen, wie das Leben der einfachen Bevölkerung damals war.
Ein Bett, ein Tisch und ein paar Stühle waren die spärliche Einrichtung. Alles, was man zum Leben brauchte, wurde aus Naturmaterialien gewonnen. Canarios waren wahre Meister in der Verarbeitung der natürlichen Rohstoffe. Aus Palmenwedeln, Bambus- und Schilfrohr flochten sie Körbe, Fischreusen, Teppiche und Schalen. Der lehmhaltige Boden wurde zu Schüsseln und Wasserbehältern geformt und gebrannt. Die kunsthandwerklichen Fähigkeiten sind bis heute erhalten und werden auf Kunsthandwerksmessen oder Souvenirläden angeboten.
Heute sind sie rare Einzelstücke, damals waren sie alles, was die Menschen hatten.
Feiern konnten die Canarios aber schon immer und ihre Geselligkeit wird in einer eigenen kleine Bar und einem alten Krämerladen nachgestellt. Auch ein Brotbackofen, alte Werbeplakate, eine Gofiomühle und sogar ein „Donnerbalken“ sind erhalten. Mit Liebe zum Detail und auf eine sehr nette und dabei informative Art wird der Besucher in die nostalgische Welt des ehemaligen Teneriffas entführt. Der Eingang zum Museumsdorf ist gleich hinter der kleinen Plaza von Pinolere. Es wird ein Eintritt von zwei Euro erhoben.
Das Museum ist täglich, außer montags, von 10 bis 22 Uhr geöffnet.
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