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Dienstag, 02.12.2008
Fernreisen
So vermeiden Sie als Tourist den Tritt ins Fettnäpfchen
Wer in Thailand mit dem Fuß auf eine Person zeigt, in Indien einem Kind über die Haare streicht oder in Australien mit ausgestrecktem Daumen Auto stoppt, der benimmt sich laut dem Verkehrsclub ÖAMTC „völlig daneben“. Denn das sind Gesten, die nicht gern gesehen werden und deshalb unbedingt zu vermeiden sind.
In Ägypten, Marokko, Tunesien und anderen islamischen Ländern sollten Frauen auf allzu freizügige Kleidung verzichten. „Oben ohne“ baden ist tabu. Außerhalb von Touristenzentren sollte frau darauf achten, Arme und Beine bedeckt zu halten. „Streng verboten ist das Fotografieren von Flughäfen, Bahnhöfen, militärischen Anlagen, Polizeistationen oder Unformierten. Auch das Fotografieren von Menschen ist eine heikle Sache. Vor dem knipsen Männer und unverschleierte Frauen in jedem Fall um Erlaubnis bitten“ rät Tanja Gems vom ÖAMTC.
In Argentinien, Brasilien, Peru und anderen südamerikanischen Ländern wird großer Wert auf gepflegte Kleidung gelegt. Flip-Flops, Shorts und ähnlich legere Kleidungsstücke sind in Stadtzentren, Kirchen und Restaurants nicht angebracht. Auch hier ist „oben ohne“ baden nur an Stränden akzeptiert, an denen dies ausdrücklich erlaubt ist. Vor allem in Peru sollte man Menschen vorher um Erlaubnis bitten, wenn man sie fotografieren möchte. Oft wird im Gegenzug ein kleiner Geldbetrag dafür gefordert.
In Australien kann es zu Missverständnissen kommen, wenn man das Victory-Zeichen (ausgestreckter Zeige- und Mittelfinger) gedankenlos einsetzt. Wird dabei nämlich die Handfläche zum Körper gewandt, bedeutet dies für den Australier so viel wie „F...off“, also „hau ab“. Beim Essen sollte man beide Hände solange unter dem Tisch lassen, bis alle am Tisch bedient sind.
In China und Japan ist lautes Schreien und Schimpfen unbedingt zu vermeiden. Übertriebene Gefühlsausbrüche gelten hier und in vielen anderen asiatischen Ländern als ausgesprochen peinlich. Tabu ist auch das Naseputzen in der Öffentlichkeit. „Dazu ist die Toilette da“ erklärt Tanja Gems. Verpönt ist es außerdem, sich in der Öffentlichkeit zu küssen. In China ist das Fotografieren in Museen, Tempeln und vielen anderen Sehenswürdigkeiten entweder verboten oder nur gegen Bezahlung erlaubt. In Japan müssen die Schuhe ausgezogen werden, bevor man die Wohnung seines Gastgebers betritt.
In Singapur drohen empfindliche Strafen, wenn man in Nichtraucherzonen raucht. Kaugummikauer dürfen bei der Einreise nicht mehr als zwei Päckchen Kaugummi dabei haben – auch das wird bestraft. Bestraft wird auch, wer in Singapur seinen Zigarettenstummel oder einen Kaugummi auf die Straße wirft bzw. spuckt.
In Tansania wird Handeln und Feilschen auf Märkten und Basaren erwartet, nicht jedoch in Hotels, Restaurants und Geschäften. „Mit Taxifahrern, Schuhputzern, Gepäckträgern und Fremdenführern sollten die Tarife vorher ausgehandelt werden“ empfiehlt Gems.
In den USA darf Alkohol nicht auf offener Straße getrunken werden. Alkoholgenuss und auch Rauchen sind in der Öffentlichkeit tabu. Wird einem in den Staaten der Vogel gezeigt, so heißt das: „ganz schön clever!“. Also kein Grund sauer zu werden...
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