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Europameister

Torres macht den spanischen Traum zur Wirklichkeit

Die spanische Nationalmann­schaft von Luis Aragonés hat am 29. Juni den Traum vieler Generationen wahrgemacht. Sie gewann gegen Deutsch­land im Finale der Euro 2008 durch ein Tor von Fernando Torres und holte sich nach 44 Jahren endlich wieder den Europameistertitel.

Die spanischen Spieler haben dabei eine deutsche Mannschaft besiegt, die weder physisch noch technisch an das Niveau der Iberer heran­kamen.

Dieses war der Leistung von Trainer Luis Aragonés zu ver­danken, der die jungen Spie­ler zusammenführte, animierte und motivierte.


Die Fans strömten in Scharen zur Plaza de Colón in Madrid, um ihre erfolgreiche Nationalmannschaft gebührend zu empfangen
Die Fans strömten in Scharen zur Plaza de Colón in Madrid, um ihre erfolgreiche Nationalmannschaft gebührend zu empfangen
Madrid / Wien - 16.07.2008 - Die erste Tormöglichkeit im Endspiel hatte Deutschland und danach änderte sich das Glück in diesem Endspiel zu Gunsten der spanischen Nati­onalmannschaft. Diese spielte ab diesem Zeitpunkt die kla­reren Torchancen heraus und war immer gefährlicher als die deutsche.

In der 22. Minute hatte Fernando Torres, auch als Niño bekannt, eine Torchance durch einen Kopfball auf Hereingabe von Sergio Ramos. Elf Minu­ten später war es soweit: Xavi spielte geschickt auf Torres, der Lahm überwandt und über Torhüter Jens Lehmann zum 1:0 einschob.

Die Antwort vom deutschen Nationaltrainer Joachim Löw: Er holte Lahm heraus, für ihn kam Marcell Jansen. Aber auch danach hatte Spanien nach wie vor mit Torschüs­sen von Xavi und dem Cana­rio Silva die besseren Chan­cen. Erst mit der Einwechslung von Kevin Kuranyi als zweite Spitze ergriff Deutschland dann wieder mehr die Initia­tive und die spanische Nati­onalmannschaft erlebte ihre schwächsten Momente in die­sem Endspiel. Aber die Deut­schen konnten ihre wenigen Torchancen nicht nutzen.

Trainer Luis Aragonés rea­gierte mit der Einwechslung von Xabi Alonso. Weiterhin ersetzte er den einzigen kana­rischen Spieler David Silva für Santi Cazorla.

Spanien hatte anschlie­ßend eine klare Tormöglich­keit durch Iniesta, aber Torsten Frings konnte für die deutsche Nationalmannschaft auf der Linie klären. 

Am Schluss schrieb die spanische Nationalmannschft unter Trainer Luis Aragonés Geschichte und holte verdient den Titel.

Zahlen zum Gewinnerteam

Die spanische National­mannschaft erzielte in den sechs Spielen bei der Euro 2008 in der Schweiz und Österreich mit zwölf die meis­ten Tore und erhielt mit drei die wenigsten Gegentreffer. Spa­nien traf alleine siebenmal gegen Rußland, viermal im ersten Spiel der Gruppe C und dreimal im Halbfinale. Jeweils zwei Tore erzielten die Iberer in den Gruppenspielen gegen Schweden und Griechenland und eines gegen Deutschland im Endspiel. Jeweils einen Gegentreffer bekamen die Spanier in den Gruppenspie­len gegen Russland, Schweden und Griechenland. Im Viertel- und Halbfinale und im End­spiel kassierten sie keinen ein­zigen Gegentreffer.

Das perfekte Team

Spanien schloss die Fuß­ball-Europameisterschaft 2008 als das perfekte Team im Angriff und in der Vertei­digung ab. Spanien hat den Torschützenkönig und den besten Torhüter dieser EM in den eigenen Reihen: Stürmer David Villa mit vier Toren und Torwart Iker Casillas mit nur zwei Gegentreffern. Die spa­nische Nationalmannschaft verzeichnete die meisten Tor­schüsse aller Mannschaften: 117, also pro Partie rund 20. Die Spieler von Luis Aragonés boten Fußball total.

Der Trainerrekord

Luis Aragonés hat seine Amtszeit als bester spanischer Nationaltrainer abgeschlossen und ist mit seinen 69 Jahren der älteste Trainer, der jemals die Fußball-Europameister­schaft gewann. In insgesamt 54 Partien verzeichnete er 38 Siege, 12 Unentschieden und vier Niederlagen. Weiterhin reihte er sich in die Reihe der 13 Trainer ein, die bisher mit einer Nationalmannschaft den Europameistertitel holten.

Das Trainerversprechen

Luis Aragonés muss jetzt sein Versprechen einlösen, das er am 15. April öffent­lich in der Sendung „Tengo una pregunta para usted“ des spanischen Fernsehens für den Fall des Gewinnes der Euro 2008 machte: Er muss jetzt den Camino de Santiago gehen, eine Pilgerroute, die nach San­tiago de Compostela führt.

Begeisterte Fans im ganzen Land

Ganz Spanien stand am Abend des 29. Juni nach dem Gewinn der Fußball-Europa­meisterschaft Kopf, auf allen Hauptplätzen und Hauptstra­ßen der spanischen Städte wurde gefeiert bis in den frü­hen Morgen und die Nacht zum Tag gemacht. In Madrid fanden sich nach offiziellen Angaben der Polizei rund 65.000 Men­schen auf der Plaza de Colón ein und verfolgten das End­spiel auf Großbildschirmen. Auch die Ramblas von Barce­lona waren nach dem histo­rischen Fußball-Sieg von Spa­nien überfüllt. Aber auch auf den Kanarischen Inseln wurde Spaniens zweiter EM-Titel kräf­tig gefeiert. Die Plätze, wie bei­spielsweise die Plaza del Prín­cipe in Santa Cruz de Tenerife und die Plaza de la Victoria in Las Palmas de Gran Cana­ria, waren voller Menschen. Hupende Autos und jubelnde Fans überall in den Straßen. Der spanische Fußball hat jetzt einen neuen Feiertag: den 29. Juni. 


Bildergalerie: Torres macht den spanischen Traum zur Wirklichkeit
Die Fans strömten in Scharen zur Plaza de Colón in Madrid, um ihre erfolgreiche Nationalmannschaft gebührend zu empfangen Auf Gran Canaria wurde der einzige kanarische Spieler der spanischen Nationalmannschaft David Silva vom kanarischen Präsidenten Paulino Rivero und zahlreichen Fans aufs Herzlichste empfangen und gefeiert  
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