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Donnerstag, 17.05.2012
Neues aus der Anti-Aging-Forschung
Haut-Sache jung!
Auf der Suche nach Anti-Aging-Strategien haben die Beauty-Forscher in jüngster Zeit vor allem spannende Reisen ins Innere der Haut unternommen – und sind mit interessanten Erkenntnissen zurückgekehrt. Dazu gehört beispielsweise, dass die Hautalterung bereits früher beginnt, als bisher angenommen. Erste Spuren sind bereits mit 25 zu entdecken; eine Phase, die die Forscher „muskuläre Hautalterung” nennen. Grund: Die kleinen Fältchen und Linien, die in diesem Alter entstehen, resultieren aus der Mimik. Bereits in diesem Alter lässt darüber hinaus der hauteigene Schutzmechanismus nach, der den Alterungsprozess aufhalten könnte – der gegen Freie Radikale nämlich, also gegen Produkte des Zellstoffwechsels, die die Haut dauerhaft schädigen und sogar bis in die Hautzellen vordringen können.
Genau dafür interessieren sich Beauty-Wissenschaftler heute besonders: die Zellen der menschlichen Haut. So haben sie dort beispielsweise ein Gen entdeckt, das die menschlichen Hautzellen in „Schlaf” versetzt und somit idealer Ansprechpartner für effektive Nachtpflege sein kann. Deren Reparaturmechanismen wären dann besonders effektiv. Auch Ergebnisse aus der medizinischen Genforschung machen sich die Wissenschaftler in Sachen Schönheit heute zunutze. Darunter auch die Stammzellenforschung. Die hat zu verblüffenden, kosmetischen Ergebnissen geführt: Die Stammzellen des ganz normalen Apfels sind wahre Wunderwerke, wenn es um die Bewahrung junger Haut geht – sie stärken unter anderem das Kollagennetz, verantwortlich für die Elastizität der Hautfasern und damit für straffe Konturen. Auch in der Wüste und in den Ozeanen dieser Erde fanden die Wissenschaftler Pflanzen, deren Wirkstoffe Verblüffendes leisten. So lassen sich beispielsweise die Fähigkeit gewisser Wüstenpflanzen, extrem lange ohne Wasser auszukommen, auf die Hautpflege adaptieren, genauer gesagt, auf die Versorgung und Speicherung von Feuchtigkeit. Auch die Überlebensfähigkeit bestimmter Algenformen in den tiefen Regionen des Meeres – also ohne jegliches Sonnenlicht – macht sich die moderne Beauty-Forschung zunutze.
Dabei geht es den Wissenschaftlern heute nicht allein um die Vermeidung und Milderung von Fältchen und feinen Linien. Auch Leuchtkraftverlust steht im Fokus der Forschung: Ab einem gewissen Alter wird die Hautoberfläche immer unregelmäßig. Das einfallende Licht kann sich dementsprechend auch nicht mehr gleichmäßig brechen, die Haut wirkt fahl, müde und verliert ihr Strahlen. Damit einher, gehen oftmals unregelmäßige Pigmentierungen, die zu dunklen Flecken, sogenannten Dark Spots führen. Auch in diesen Fällen hilft die moderne Schönheits-Technologie mittlerweile weiter – mit ausgeklügelten Cocktails aus Pflanzenwirkstoffen.
Allerdings kommt auch die moderne Beauty-Technologie irgendwann an einen Punkt, in dem ihre Wirksamkeit nicht mehr gewährleistet ist. Sind diese Grenzen erreicht, denken viele Frauen (und auch Männer) heute über einen Gang zum Schönheitsspezialisten nach. Während jedoch vor einigen Jahren chirurgische Eingriffe zur Reduzierung von sichtbaren Altersanzeichen boomten, liegen heute Botox und Co. im Trend. Wobei das Nervengift Botox, das die Muskeln unter der Hautoberfläche lähmt und somit die Haut glatter erscheinen lässt, mittlerweile Konkurrenz bekommen: Zum Beispiel durch Xeomin, das die gleichen Resultate erzielen soll wie Botox, allerdings ohne dessen Risiko allergischer Reaktionen. Xeomin enthält deutlich weniger Zusatz-Eiweiße, die als Allergieauslöser in Botox gelten. Noch effektiver soll nach Meinung etlicher Schönheitschirurgen Dysport sein. Zwar gehört es ebenfalls zu den Nervengiften, wirkt aber deutlich schneller und ist länger wirksam.
Aus den USA kommt darüber hinaus ein ganz anderer Weg, lästige Falten zu beseitigen: Dabei werden Muskeln, die für die Gesichtskontraktion und damit für Mimikfalten verantwortlich sind, per Stromstoß außer Gefecht gesetzt. Was sich ein wenig anhört, wie eine Vision aus Frankensteins Laboratorium, gilt in Fachkreisen unbedenklicher, schonender und langlebiger als die bisher bekannten Methoden.
Wann und ob man den Gang zum Schönheits-Chirurgen ins Auge fasst, hängt sicher von mehreren Faktoren ab. Allerdings sollten einige Dinge dabei klar sein: Rückgängig machen lässt sich selbst ein minimalinvasiver Eingriff nicht. Und: Injektionen und auch OPs müssen in den meisten Fällen nach einiger Zeit wiederholt werden. Eine Botox-Behandlung wirkt beispielsweise nur vier bis sechs Monate.
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17.05.2012 - 
















