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Freitag, 21.11.2008
Die neue Bademode macht Furore
Trend-Wellen
Frauen dürfen nur baden, falls sie einen Badeanzug tragen, der Brust und Leib an der Vorderseite des Oberkörpers vollständig bedeckt, unter den Armen fest anliegt sowie mit angeschnittenen Beinen und einem Zwickel versehen ist…
Über diese Verordnung aus dem Deutschland des Jahres 1932 können Frauen von heute nur schmunzeln – denn für sie gehören Badeanzug und Bikini schon seit Ewigkeiten ins Reisegepäck und die Badetasche.
Umgekehrt allerdings würde ein Zeitreisender aus jenen Tagen wohl den Schock seines Lebens bekommen, wenn er am Strand von Las Américas die leichtbekleideten Bade-Schönheiten sehen würde. Was den Bikini nämlich jahrelang am Durchbruch hinderte, war nicht etwa der mangelnde Modemut der Frauen, sondern das moralische Verständnis der Gesellschaft.
Trend goes Retro
Die jaulte denn auch länder-
übergreifend los, als der französische Modemacher Jacques Heim in seinem Geschäft in Cannes einen Zweiteiler mit dem Namen „Atom“ vor.
Sein Konkurrent Louis Réard stellte kurze Zeit später seine zweiteilige Kreation „Bikini“ vor. Bei einer Modenschau in Paris sorgte der Bikini für einen handfesten Skandal – schlug aber bei jungen, modebewussten Frauen ein wie die berühmte Atombombe.
Es sollte aber noch einige Jahre dauern, bis sich selbst die mutigste Fashionista mit dem Zweiteiler an den Strand oder ins Freibad wagen konnte. Noch in den 50er Jahren galt das als unschicklich, selbst die Badeanzüge jener Zeit waren ausgesprochen hochgeschlossen. Zwei Frauen und das Kino schafften dann schließlich die Trendwende: Brigitte Bardot präsentierte sich 1956 in „Und ewig lockt das Weib“ im Biniki, Ursula Andress zog 1962 in „James Bond jagt Dr. No“ nach. Von da an war der Siegeszug des knappen Zweiteilers nicht mehr aufzuhalten.
Auch in diesem Sommer verzaubert der Bikini an den Stränden dieser Welt – und wird tatkräftig unterstützt von Badeanzügen, die zwar mehr Stoff zeigen, aber deshalb nicht minder sexy sind.
Stilistisch gesehen gibt es in dieser Saison mehrere Trends: Ganz neu ist ein Badeanzug, der eigentlich mehr an einen Bikini erinnert; der Zweiteiler wird lediglich durch dekorative Verschnürungen und ein wenig Stoff zum Einteiler. Badeanzüge präsentieren sich generell ausgesprochen sexy, wahlweise im Retro-Stil der 50er und 60erJahre oder aber in wilden Animal-Prints.
Auch die Bikinis dieses Sommers gehen gern mal auf modische Retro-Streifzüge: Die typischen Pünktchen-Muster der 50er Jahre sind auch hier zu sehen; in Kombination mit frischem Weiß sorgen sie für einen verspielten Strand-Auftritt. Farblich setzen die Zweiteiler jetzt generell auf frische Nuancen von Aqua-Blau über knallrot bis hin zu knalligem Apfelgrün. Alles in allem Farben, die auf sonnengebräunter Haut wunderbar zur Geltung kommen.
Die Badeanzüge dagegen mögen es farblich elegant: Der Klassiker Schwarz ist dabei ebenso en vogue wie Muster in dezenten Braun-Beige-Schwarz-Schattierungen.
Unverzichtbar für den Gang an die Strandbar oder vom Pool ins Hotelzimmer machen sich luftige Strandkleider, die im gleichen Muster wie Bikini oder Badeanzug angeboten werden und sich lässig überstreifen lassen. Eine modische Alternative dazu ist der Pareo, ein großes Tuch, das über den Hüften geknotet wird. Auch dieses Strand-Accessoire
sieht besonders gut aus, wenn sich hier das Muster von Badeanzug oder Einteiler wiederholt.
Fotos: Debenhams, Penneys, Freemans, Figleaves
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