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Apples neuestes Baby

Das dünnste oder das dümmste Notebook der Welt?

Die klügsten Köpfe im Tech­nologiekonzern Apple arbeiten Monat für Monat daran, der Welt am Anfang jeden neuen Jahres eine Sen­sation präsentieren zu kön­nen, die alle Mitbewerber in den Schatten stellt. Etwas, das es vorher so noch nicht gab. Etwas, das besser, schö­ner, schneller, neuer – oder wie in diesem Jahr – schlan­ker - ist, als alles, was es in der Welt der Computertech­nologie je gegeben hat.

Der Bildschirm misst 13,3 Zoll, die Tastatur ist normal groß.
Der Bildschirm misst 13,3 Zoll, die Tastatur ist normal groß.
© Mit freundlicher Genehmigung der Apple Corporation
07.02.2008 - Im Januar 2008 schüt­telte Konzern-Chef Steven Jobs das dünnste Notebook der Welt aus dem Ärmel. An seiner dünnsten Stelle misst das sogenannte MacBook Air nur 0,4 cm, während die maximale Gehäusehöhe mit knapp über 1,9 cm schmaler ist als die dünnste Stelle bei anderen Notebooks.

Das MacBook Air

Das MacBook Air ist mit einem 13,3 Zoll Breitbild-Dis­play mit LED-Hintergrundbe­leuchtung, einer hintergrund­beleuchteten Tastatur in normaler Größe, integrierter Videokamera und einem Trackpad mit Multitouch-Unterstützung ausgestattet.Ein 1,6 GHz bzw. 1,8 GHz Intel Core 2 Duo Prozessor mit 2 GB RAM bildet das Herz des chicen Laptops. Das Mac­Book Air besitzt eine 80 GB Festplatte, WLAN-Technolo­gie und Bluetooth 2.1. Aus leistungstechnischer Hinsicht bietet es also keine revolutio­näre Neuerung. Seine wahre Größe liegt tatsächlich in sei­ner „Nicht-Größe“.

„Wir haben das dünnste Notebook der Welt gebaut - ohne dabei auf eine Tastatur in voller Größe oder ein 13-Zoll-Display zu verzichten“, sagt Steve Jobs, CEO von Apple. „Wenn man das Mac­Book Air das erstemal sieht, kann man kaum glauben, dass es ein hochleistungsfähiges Notebook mit Tastatur und Display in voller Größe ist. Aber so ist es tatsächlich.“

Im WLAN-Betrieb läuft das dünne MacBook bis zu fünf Stunden mit Batterie. Mithilfe einer eigenen Migrationsas­sistenten-Software können Daten, Programme und Ein­stellungen von einem anderen Mac per WLAN auf das Mac­Book Air übertragen werden. Über den USB 2.0 Port lassen sich Geräte wie ein iPod oder ein iPhone aufladen. Jedes MacBook Air kommt mit dem sogenannten iLife‘08. Dabei handelt es sich um eine aktu­elle Programmsammlung von Apple Digital Lifestyle-Anwen­dungen. Es enthält beispiels­weise eine neue Version von iPhoto sowie eine überarbei­tete Version von iMovie. Als Betriebssystem dient Apples „Leopard”. Das edle Gehäuse des Notebooks besteht aus Aluminium. Der LCD-Bild­schirm ist frei von Quecksil­ber und Arsen und somit auch umweltschonend. So viel zu dem, was der handliche, trag­bare Computer alles kann. Es gibt jedoch auch jede Menge, was er nicht kann...

Kritikpunkte

Das neue MacBook ist kaum auf dem Markt und wurde in Fachforen schon ziemlich verrissen. Es sei zu statisch, zu wenig vernetzt und zu unökologisch, heißt es laut „Netzzeitung.de” in vielen Medien, Foren und Webblogs. Den Apple Slogan „das dünnste Notebook der Welt” haben Kritiker bereits verunglimpft zum „dümmsten Notebook der Welt”. Haupt-angriffspunkte seien dabei die „mangelnde Ausstat­tung” sowie „die schwierige Verbindung zu anderen Gerä­ten”, heißt es bei Netzzeitung.de. Das MacBook Air hat nur einen USB-Steckplatz, was viele wohl zurecht als „nicht ausreichend” deklarieren. Denn somit kann man nicht einmal zwei Geräte gleichzei­tig via USB an den Compu­ter anschließen (z.B. einen USB-Stick und eine Digitalka­mera). Außer­dem wurde aus Mangel an Platz auch auf einen DVD-Brenner verzichtet. Die­sen kann man lediglich als externes Gerät dazukaufen und dann über den (einzigen) USB-Anschluss nutzen. Laut „Heise.de” fehlen dem dünns­ten Notebook der Welt außer­dem Modem, LAN, FireWire, Speicherkarten-Slot, Mikro­foneingang, ExpressCard-Slot und ein RAM-Steckplatz zum nachträglichen Einbau von Arbeispeicher und wahl­weise ein UMTS-Modul samt SIM-Karten-Slot.

Kritisiert wird auch die Leistung des Arbeitsspeichers – zwei Gigabyte seien zu wenig und man könne den Speicher eben nicht selbst erweitern. Zu wenig leistungsstark sei auch der Akku. Außerdem könne man ihn nicht selber austau­schen im Fall eines Defekts, da er fest verbaut ist. Wer sich über weitere  Mankos des Notebooks informieren will, braucht dazu nur ein wenig im Internet zu surfen; die Foren, Blogs und Online-Zeitungen sind voll davon. Wer sich trotz aller Kassandrarufe ein Mac­Book Air zulegen möchte – es ist seit wenigen Tagen im Handel für 1.699 Euro (inkl. MwSt.) erhältlich. Die Luxus­version mit 1,8 GHz kann für 2.868 Euro erstanden werden. Sie bietet den Vorteil einer 64 GB Solid-State-Festplatte, also einem Speicher, der  (ähnlich wie ein USB-Stick) resistent gegen Erschütterungen ist, keine Geräusche macht und keine Wärme erzeugt, da keine mechanischen Teile in Bewe­gung sind. n

Apple MacBook Air
Modell  1,6 GHz
TFT-Bildschirm 13,3 “
Prozessor Intel Core 2 Duo
Arbeitsspeicher 2 GB
Massenspeicher 80 GB HD
WiFi2 integriert
Bluetooth 2.1 integriert
Preis 1.699,- €

Modell  1,8 GHz
TFT-Bildschirm 13,3 “
Prozessor Intel Core 2 Duo
Arbeitsspeicher 2 GB
Massenspeicher 64 GB SSD
WiFi2 integriert
Bluetooth 2.1 integriert
Preis 2.868,- €



Bildergalerie: Das dünnste oder das dümmste Notebook der Welt?
Der Bildschirm misst 13,3 Zoll, die Tastatur ist normal groß. Von der Seite betrachtet macht das MacBook Air eine besonders gute Figur Unter dem spektakulären Design steckt technisch nicht viel Neues 
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