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Freitag, 21.11.2008
Der Wiki-Scanner deckt auf:
Manipulation im Online-Lexikon Wikipedia
Wikipedia ist eine Enzyklopädie im Internet, die von den Nutzern selbst herausgegeben wird. Die Artikel können prinzipiell von jedem verfasst und genauso auch von jedem verändert werden. Der Zweck von Wikipedia ist die Anhäufung möglich großer Wissensbestände, auf die alle Nutzer kostenlos zugreifen können.
Anstatt ihre Nutzer zu bilden, gibt es allerdings einige Autoren, die das Online-Lexikon dazu missbrauchen, um die Leser zu „verbilden“. Immer wieder werden Inhalte zugunsten von Unternehmen oder politischen Parteien verändert, sprich beschönigt oder von unangenehmen Informationen „gesäubert“.
Als Ergebnis habe der Student mehr als fünf Mio beschönigende Änderungen aufgedeckt, die von 2,6 Mio Organisationen oder Personen vorgenommen worden seien. Zu den bekanntesten Fälschern zählen der US-amerikanische Geheimdienst CIA, der Technologiekonzern Microsoft sowie einige Abgeordnete des US-amerikanischen Kongresses. Bei den harmloseren Fällen wurden Teile eines Eintrags gelöscht oder ergänzt. Radikalere Fälscher haben komplette Einträge entfernt und durch neue ersetzt. Das Online-Magazin „Wired“ sammelt die schlimmsten Wikipedia-Manipulationen.
Von der Tatsache, dass es Manipulation nicht nur in der englischen Version von Wikipedia gibt, können sich jetzt auch Nutzer der deutschen Version selbst überzeugen. Der deutschsprachige Wiki-Scanner kann unter der Adresse www.wikiscanner.virgil.gr/index_DE.php aufgerufen werden. Von Mitte März bis Ende Juli 2007 wurden damit knapp acht Mio anonyme Veränderungen von Wikipedia-Einträgen aufgespürt. Dazu gehörten auch harmlose Rechtschreibkorrekturen und sachliche Ergänzungen, Berichtigungen und Verbesserungen aus den Computernetzen des deutschen Bundestags, der Bundeswehr, Parteien und zahlreicher Unternehmen, schrieb das Magazin „Der Spiegel“.
In der Online-Ausgabe des Magazins machte man die Probe aufs Exempel und fand prompt einige aufschlussreiche Manipulationen. Zu den von „Spiegel“-Reportern aufgedeckten Fälschern gehörten namhafte Unternehmen wie Dell, Panasonic oder BMW. Bei Dell habe man beispielsweise Kritik an der Preisgestaltung des Unternehmens sowie einen Bericht über Dell-Laptops, die in Flammen aufgegangen seien, aus der Wikipedia-Datenbank gelöscht. Der Pressesprecher von Dell habe Spiegel Online gegenüber erklärt, nichts von den Änderungen zu wissen.
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21.11.2008 - 
















