Zentralbanken senken Leitzinsen
Im Kampf gegen die Finanzkrise haben die acht wichtigsten Notenbanken der Welt ihre Leitzinsen gesenkt. Die Europäische Zentralbank, die US-Notenbank sowie die Zentralbanken Großbritanniens, der Schweiz, Schwedens, Kanadas, Cinas und Japans senkten die Zinsen um 0,5 bis zu 1 Prozentpunkte.
EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte nach der jüngsten turnusgemäßen Zinsentscheidung am vergangenen Donnerstag die Tür für eine Zinssenkung geöffnet. Zuletzt hatte die EZB auf ihrer Sitzung am 3. Juli den Leitzins wegen Inflationsgefahren noch um 0,25 Prozentpunkte auf 4,25 Prozent angehoben.
Die Europäische Zentralbank (EZB), die Bank of England (BoE) und die Fed senkten gemeinsam ihre Leitzinsen. An der Aktion beteiligten sich außerdem die Notenbanken von Schweden, der Schweiz sowie von Kanada, China und Japan.
Auch die EZB beteiligt sich an der konzertierten Aktion 08.10.2008 - Damit wollen sie weltweit die Wirtschaft und Finanzmärkte unterstützen. Die US-Notenbank senkt die Zinsen um 0,5 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent. Für die Eurozone wurde der Leitzins um 0,5 Basispunkte auf 3,75 Prozent reduziert.
Nach der spektakulären Aktion der Notenbanken reduzierte der Dax Chart seine Verluste an der Frankfurter Börse deutlich: Er lag am Mittag nur noch rund ein Prozent im Minus, zuvor waren es zweitweise sogar acht Prozent. In Paris wurden die Verluste ebenfalls reduziert, die Börse in London drehte ins Plus. Die europäischen Indizes zeigten sich am Mittwochmorgen allesamt tiefrot. Um 13 Uhr schossen auch die europäischen Börsen nach oben und stoppten damit die Abwärtsspirale vorerst.
Kurz vor der Eröffnung der amerikanischen Börsen setzten die Börsen aber die Abwärtsbewegung wieder fort.