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Freitag, 05.12.2008
Die Kanarische Sonderzone (ZEC), das beste Steuersystem Europas
Im Gegensatz zum für Unternehmen auf dem spanischen Festland allgemein gültigen Steuersatz zwischen 25 und 30 Prozent liegt auf den Kanarischen Inseln der Körperschaftssteuersatz für Unternehmen, die bestimmte Anforderungen erfüllen, bei 4 Prozent.
Seit ihrer Eingliederung in die Krone von Kastilien im 15. Jahrhundert und fast bis in unsere heutige Zeit haben die Kanarischen Inseln eine besondere Behandlung im administrativen, wirtschaftlichen und steuerlichen Bereich erfahren. Diese Tradition hat zur Gründung der Kanarischen Sonderzone (ZEC) geführt.
- ZEC-Unternehmen unterliegen der in Spanien gültigen Körperschaftssteuer, aber zu einem reduzierten Steuersatz von 4 Prozent (gegenüber dem europäischen Durchschnitt von 25 Prozent)
- Dividenden, die von Tochtergesellschaften, die ZEC-Unternehmen sind, an ihre sich in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union befindlichen Muttergesellschaften ausgezahlt werden, sind dank der Mutter-Tochter-Richtlinie von der Einbehaltung befreit. Das gilt auch für die übrigen Länder, mit denen Spanien ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung unterzeichnet hat (mehr als fünfzig Länder).
- Befreiung von der Steuer auf Vermögensübertragungen und dokumentierte Rechtshandlungen
- Befreiung von der Allgemeinen Indirekten Kanarischen Steuer (IGIC, entspricht der Mehrwertsteuer) bei Lieferungen von Gütern und Erbringung von Leistungen zwischen ZEC-Unternehmen
Diese steuerlichen Anreize haben die Ansiedlung von Unternehmen aus begrenzt eingeführten Wirtschaftsbereichen auf den Kanarischen Inseln angekurbelt und begünstigen die Diversifizierung der Wirtschaftsstruktur der Inseln. Dank dieses von der ZEC ausgehenden Impulses beginnen sich vor Ort Unternehmens-cluster in Bereichen wie der Biotechnologie, der Telekommunikation, den Erneuerbaren Energien und der audiovisuellen Produktion zu bilden, wobei es sich um Marktnischen handelt, die sich in der Weltwirtschaft im Wachstum befinden. Die ZEC hat auch eine entscheidende Rolle bei der Niederlassung von internationalen Unternehmen auf den Kanarischen Inseln gespielt. In diesem Sinne macht sich die Präsenz von ausländischem Kapital (ca. ein Drittel) unter den im Niedrigsteuergebiet tätigen Unternehmen, deren Zahl sich derzeit auf 550 beläuft, deutlich bemerkbar.
José Manuel Cerezo
Direktor f. Außenbeziehungen
www.zec.org
deutsch3@zec.org
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04.12.2008 - 



