 | | Auf den Kanaren investiert man immer mehr in Forschung und Entwicklung |
| 07.06.2008 - Die Kanarische Sonderzone (ZEC) wurde als Empfänger von Unternehmensinvestitionen auf dem Gebiet der Forschung und Innovation gegründet. Der allgemeine Rahmen wirkt sich als günstig für sie aus. Die Kanaren haben ihr Budget für Forschung, Entwicklung und Innovation in den letzten Jahren erhöht. Der Archipel investiert 0,65 Prozent seines BIP in Forschung, und es wird erwartet, dass in den nächsten Jahren die 1-Prozent-Marke übertroffen wird. Die vom Nationalen Institut für Statistik (INE) veröffentlichten Daten der neuesten Statistiken über Tätigkeiten im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation für das Jahr 2006 spiegeln den Anstieg von Investitionen in diesem Bereich auf den Kanarischen Inseln wider. Während jenes Jahres entfielen 254,4 Millionen Euro auf diesen Bereich, eine Zahl, die die 101 Millionen Euro vom Jahr 2005 deutlich übersteigt.
Derzeit setzt sich das öffentliche kanarische System für FuEuI aus öffentlichen Einrichtungen zusammen, die Wissen durch Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten, Grundlagenforschung und angewandte Forschung bereitstellen, ergänzt durch Unterstützungs- und Vermittlungsdienste für den Transfer der Forschungsergebnisse. Die wichtigsten Akteure des öffentlichen FuEuI-Systems sind die beiden kanarischen Universitäten – mit ihren Forschungszentren – und die Forschungs- und Technologiezentren. Diese Einrichtungen spielen aufgrund ihrer Tätigkeit zur Ausbildung von Forschern und Schaffung wissenschaftlicher Kenntnis eine wichtige Rolle und bilden eine Technologiequelle für das Produktionsgeflecht.
In Anbetracht dieser Daten werden die Investitionsmöglichkeiten auf den Kanarischen Inseln über das Steuersystem der ZEC immer offensichtlicher. Alle Anstrengungen richten sich danach aus, eine wirtschaftliche Entwicklung basierend auf Forschung und Innovation zu begünstigen.
Eine Verpflichtung, die die Mitarbeit aller Beteiligten erfordert: Unternehmen, Universitäten und öffentliche Forschungseinrichtungen.
Außer diesen direkt für den FuEuI-Bereich bereitgestellten öffentlichen Mitteln müssen auch der Aufschwung und das auf bestimmte Wirtschaftsbereiche konzentrierte Wachstum genutzt werden: die Nachhaltigkeit der natürlichen Ressourcen (Wasser, Energie, Umwelt, marine Ressourcen), die Verbesserung der Gesundheitseinrichtungen, die Zusammenarbeit mit den afrikanischen Nachbarn oder die Kanarischen Inseln als logistische Plattform (Transport, Kommunikation).
Für Investoren, die ihr Augenmerk auf die Bereiche Forschung, Entwicklung und Innovation gerichtet haben, sind die Kanarischen Inseln und ihr Niedrigsteuergebiet zwei Faktoren, die aufgrund der Möglichkeiten, die sie bieten und immer attraktiver machen, in Betracht gezogen werden sollten. Im Rahmen der Europäischen Union bieten die Inseln als Teil des spanischen Staatsgebiets sozialen, wirtschaftlichen und politischen Wohlstand. Hinzu kommt der Umstand, dass man sich in der Europäischen Union niederlässt - mit der Sicherheit, die dies mit sich bringt - und dass die Unternehmen des kanarischen Niedrigsteuergebiets eine Reihe von Steuervergünstigungen erhalten, unter denen Folgende hervorzuheben sind: ein fester Körperschaftssteuersatz, Rückfluss der Dividenden und umfassende Rechts- und Wirtschaftssicherheit.
Mit dem Ziel, die Diversifizierung seiner Wirtschaftsbasis zu fördern, hat die Europäische Union auf dem Archipel die Kanarische Sonderzone (ZEC) mit besseren steuerlichen Bedingungen errichtet. Den Unternehmern wird eine einfache Vereinbarung vorgeschlagen: Im Gegenzug dafür, dass sie Arbeitsplätze schaffen und auf den Kanarischen Inseln investieren (Investition von 100.000 Euro in Anlagevermögen während der ersten beiden Jahre und die Schaffung von fünf neuen Arbeitsplätzen innerhalb von sechs Monaten auf den Inseln Gran Canaria und Teneriffa und eine Investition von 50.000 Euro und die Schaffung von drei Arbeitsplätzen auf den übrigen Inseln), hat er fast keine Steuern zu bezahlen. So reduziert sich zum Beispiel die Körperschaftssteuer durch die Eintragung in die ZEC auf vier Prozent.
In diesem Kontext haben deutsche, nordamerikanische, spanische, britische und holländische Unternehmen aus den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation ihr Augenmerk auf die Kanarischen Inseln und die Kanarische Sonderzone gerichtet. Fernando Hidalgo ist Fachmann des Konsortiums der ZEC.
Weitere Informationen: per Email an deutsch3@zec.org oder im Internet: www.zec.org. Von Fernando Hidalgo
Zweck der öffentlichen Finanzierung von FuEul auf den Kanarischen Inseln im Jahr 2006 (Angaben in Mio. €) Universität 121,9 Unternehmen 66,2 Öffentliche Verwaltung 66,2 Private gemeinnützige Einrichtungen 47
Beschäftigte im wissenschaftlich technologischen Bereich (2006) Männer 3.000 Frauen 1.800 Gesamt 4.800
Forschungs- und Technologiezentren Kanarisches Institut für Meereswissenschaften (ICCM) Kanarisches Institut für Agrarforschung (ICIA) Technologisches Institut der Kanarischen Inseln (ITC) Kanarische Stiftung für Gesundheitsforschung (FUNCIS) Astrophysisches Institut der Kanarischen Inseln (IAC)
Steuervorteile der kanarischen Sonderzone (ZEC) Körperschaftssteuersatz 4 % IGIC (kanar. Mehrwertsteuer) befreit in bestimmten Fällen Steuer auf Vermögensübertragungen und dokumentierte Rechtshandlungen befreit Übertragung von Dividenden ins Ausland befreit in bestimmten Fällen
|
|