| 09.05.2008 - Wer künftig vom Festnetztelefon ins Ausland telefoniert, also beispielsweise nach Deutschland oder Österreich, und dafür keinen speziellen Bon verwendet bzw. keinen speziellen Auslandstarif vertraglich festgelegt hat, dem wird die Telefónica ab 10. Juli mehr als bisher berechnen. Die Verbindungsgebühr wird dann um 26 Prozent angehoben. Dies gilt für die Herstellung der Verbindung zu einer ausländischen Nummer, betrifft also nicht die Kosten der Gesprächsgebühr pro Minute. Sprecher des Unternehmens rechtfertigten diese drastische Preiserhöhung, indem sie erklärten, dass ohnehin nur etwas mehr als zehn Prozent aller „Auslandstelefonierer“ davon betroffen seien, da sie keinen speziellen Auslandstarif hätten. Telefónica ist somit unter den großen Anbietern Spaniens der teuerste, wenn es um die Herstellung einer internationalen Telefonverbindung geht.
Mobiltelefonieren wird billiger
Während dies keine gute Nachricht für viele hier lebenden Ausländer ist, die gelegentlich vom Festnetz aus nach Hause telefonieren, können sich Konsumenten wenigstens darüber freuen, dass es in Spanien immer günstiger wird, mit dem Handy zu telefonieren. Im Vergleich zu 2006 sind die Gesprächsgebühren beim Mobiltelefonieren 2007 nämlich um fast zehn Prozent gesunken. Laut dem Telekommunikationsindex CMT betrug die Senkung der Telefonkosten (sowohl bei Mobil-, Festnetz-, und Auslandstelefonaten) in Spanien in den letzten beiden Jahren insgesamt fast 20 Prozent. Zurückgeführt werden
die fallenden Preise vor allem auf den zunehmenden Wettbewerb, der in der Branche herrscht. Neue Anbieter wie Yoigo, Carrefour, Euskatel Móvil, Pepemovil, Lebara oder Symio bringen seit 2006 zusätzliche Dynamik in den bereits heiß umkämpften Markt. Außerdem trug ein neues Gesetz, das im Vorjahr verabschiedet wurde, dazu bei, Telefonkosten zu senken – mittlerweile ist es (per besagtem Gesetz) Anbietern nämlich verboten, in großen Einheiten wie im Minuten- oder 30-Sekunden-Takt abzurechnen. Um die durch die Abrechnung in kleineren Einheiten (wie Sekunden) entstandenen Einbußen zu kompensieren, hoben Movistar, Vodafone und Orange im März 2007 die Gebühr für die Herstellung der Verbindung um durchschnittlich 25 Prozent an. Billiger wurden außerdem die so genannten Roaming-Gebühren, die zusätzlich zu Verbindungs- und Gesprächsgebühr anfallen, wenn man mit dem Mobiltelefon vom Ausland aus telefoniert. Sie dürfen per EU-Beschluss europaweit „nur“ mehr maximal 49 Cent pro Minute für abgehende Anrufe und maximal 24 für empfangene Gespräche betragen. In Spanien wurde außerdem eine Senkung der Kosten für Kurznachrichten (SMS) verzeichnet. 2007 war das Senden von SMS durchschnittlich um 9,4 Prozent günstiger als 2006. Die größte Preissenkung erfuhr allerdings das Senden von Multimedianachrichten (MMS), also das Verschicken von Fotos, Videos oder Musiktiteln. Während das Versenden einer MMS vor zwei Jahren im Schnitt noch 38,1 Cent betrug, zahlte man im Vorjahr dafür durchschnittlich nur mehr 28,17 Cent.
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