Wer Wasser verschwendet, dem wird der Hahn zugedreht
Der Bürgermeister von Agulo im Norden La Gomeras, Néstor López, hat die Bürger seiner Gemeinde in einer amtlichen Verlautbarung zum Wassersparen aufgerufen. Jeder Haushalt sollte nicht mehr als 500 Liter Wasser pro Tag verbrauchen; gespart werden müsse aber auch in Firmen, die ab sofort nicht mehr als 1.000 Liter nutzen dürfen, ebenso wie bei landwirtschaftlich genutzten Außengebäuden (wie Geräteschuppen), für die ein Limit von zehn Litern pro Tag und Gebäude festgelegt wurden.
In der Zone wurde ein massiver Wassermangel vorausgesagt, wenn die Bewohner der Gemeinde nicht sparsamer mit der kostbaren Ressource umgingen. Würde sich der Wasserverbrauch in den kommenden Wochen nicht deutlich reduzieren, müsse man weitere Maßnahmen ergreifen, so Bürgermeister López.
Einige Wochen zuvor gab es in den Dörfern Las Rosas und La Palmita bereits einen ähnlichen Aufruf zum Wassersparen. Hier dürfen pro Haushalt und Tag nur 400 Liter Wasser verbraucht werden. Unternehmen und Landwirte müssen sich mit 800 Litern pro Tag begnügen. Allerdings stehen den Bauern pro landwirtschaftlichem Außengebäude zusätzlich zehn Liter am Tag zu.
Während es in Privathaushalten einfacher ist, Wasser zu sparen – beispielsweise, indem man das Auto seltener wäscht, nicht unter laufendem Wasser Geschirr spült, kürzer duscht bzw. auf Vollbäder verzichtet – ist dies in Unternehmen oft schwieriger. Vor allem in der Landwirtschaft wird sich die Einschränkung auswirken. Bauern müssen ihre Ernte zum Teil vorzeitig einfahren, weil das vorgeschriebene Verbrauchslimit eine weitere Bewässerung nicht zulässt. Außerdem kann aus dem gleichen Grund danach nicht neu gesät werden, weshalb dies auch finanzielle Einbußen für die Zukunft nach sich zieht.
Die Wasserknappheit in der Region wird unter anderem als Folge der großflächigen Waldbrände verstanden, die im Frühjahr verheerende Schäden angerichtet haben und große Teile des Hauptwasserspeichers – des Waldes – vernichtet haben. Noch dazu verwendeten Löschfahrzeuge und -helikopter Wasser aus den Reservetanks, anstatt mit Meerwasser zu löschen. Die für den Sommer prognostizierten und erhofften Regenfälle blieben aus und so ist es nun schwierig, die Wasserknappheit in den Griff zu kommen.
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04.12.2008 - 





