Artenschutzprojekt auf Fuerteventura
Tausend Schildkröteneier vergrabenBereits zum zweiten Mal wurden an der Playa de Cofete in Pájara auf Fuerteventura Eier der „Unechten Karettschildkröte“ (caretta caretta) vergraben, um die Wiederansiedlung der Art an dem naturbelassenen Strand zu unterstützen.
Das Artenschutzprojekt wird von der Kanarischen Regierung und der Universität Las Palmas de Gran Canaria in Zusammenarbeit mit einem Forschungsteam der kapverdischen Insel Boavista durchgeführt.
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 | | Nachdem die Schildkröten-Babies geschlüpft sind, kommen sie in einen 'Schildkröten-Hort' in Morro Jable |
| 20.10.2007 - Die Schildkröteneier werden auf Boavista von den Schildkröten-Weibchen gelegt und dann mit dem Hubschrauber nach Fuerteventura gebracht. Von etwa einer Million gelegter Eier werden im Rahmen des Projekts etwa 2.000 für wissenschaftliche Projekte und unter anderem für die Umsiedlung auf die Kanaren „abgezweigt“. Im Vorjahr waren auf diese Art 200 Karettschildkröteneier an den Playa de Cofete gelangt, in diesem Jahr waren es sogar 1.000.
Wenn, wie im Vorjahr, etwa 85 Prozent der Brut überlebt, dann werden sich in etwa vier bis fünf Wochen 850 Schildkrötenbabies auf dem Strand von Cofete tummeln. Sind die Kleinen geschlüpft, werden Sie in einen „Schildkröten-Hort“ im benachbarten Morro Jable gebracht, wo sie vor Feinden sicher sind. Sobald sie groß genug sind, um nicht mehr von Vögeln und anderen Tieren gefressen zu werden, entlässt man sie wieder in die freie Natur.
Schildkröten kehren in der Regel an den Ort zum Brüten zurück, an dem sie selbst geschlüpft sind. So hoffen die Initiatoren des Wiederansiedlungs-Projekt, dass die Karettschildkröten, die auf Fuerteventura zur Welt kommen, in fünfzehn Jahren - wenn sie geschlechtsreif sind - selbst ihre Eier hier ablegen werden.
Das Projekt soll insgesamt zehn Jahre laufen, um die Bestände der Karettschildkröte auf Fuerteventura langfristig zu sichern. Parallel zur Wiederansiedlung der Art läuft auf Boavista ein Programm, um die Eier, die von den Schildkröten zum Brüten im Sand vergraben werden, zu schützen. Dabei soll vor allem die einheimische Bevölkerung auf die Bedrohung der Bestände aufmerksam gemacht und zu aktivem Tierschutz aufgerufen werden.
Nur eine von 1.000 Meeresschildkröten überlebt bis zur Geschlechtsreife. Verschmutzung, Überfischung, illegaler Fang und die Besiedlung von Küstengebieten tragen zur Zerstörung von Nestern und der Gefährundung von Beständen bei. Und auch der Klimawandel tut das seinige – wenn nämlich die Temperaturen im Nest auf über 30 Grad Celsius steigen, ist die gesamte Brut weiblich, wodurch dann die Männchen für die Fortpflanzung fehlen.
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