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Freitag, 05.12.2008
Mord an koreanischem Mädchen geklärt
Er wollte rauben und tötete
Gran Canaria ist am letzten Augustwochenende von dem Mord an einem 11-jährigen koreanischen Mädchen in La Isleta eschüttert worden. Die kleine In Sil Oh wurde am Samstagabend gegen 21 Uhr von ihrem eigenen Vater tot in der elterlichen Wohnung aufgefunden. Als Todesursache stellte man brutale Gewalteinwirkung fest.
Tränen für In Sil
Eine Woche nach dem Mord an In Sil kam die koreanische Gemeinde Gran Canarias an der Schule Santa Catalina in Las Palmas zusammen, um gemeinsam des toten Mädchens zu gedenken und für es eine Abschiedsfeier nach koreanischer Sitte zu halten. In der Schule besuchen koreanische Kinder in den Nachmittagsstunden koreanischen Unterricht, bei dem sie ihre Sprache und Kultur pflegen. In Sil war eines von ihnen. Ihre beste Freundin Jeny hielt eine sehr emotionale Rede und sprach allen Mitschülern Mut zu: „Sie ist jetzt im Himmel und wacht über uns alle als Schutzengel“, tröstete sie tapfer. Hunderte Koreaner waren gekommen und viele von ihnen waren zu Tränen gerührt und betrauerten mit der Familie die Tragödie. Viele Blumenkränze und eine weiße Blume vor einem Foto des Opfers wurden nach koreanischem Brauch niedergelegt. Woo Sung Chang, Präsident der koreanischen Gemeinde, entschuldigte sich im Namen aller bei den Kindern dafür, dass man ihre Freundin nicht schützen konnte und rief alle Erwachsenen auf, wachsam zu sein, damit sich ein derartiger Vorfall nicht mehr wiederholen könne. Man fühle sich verantwortlich für den grausamen Mord, den niemand verhindern konnte. „Unsere Herzen sind zu 100 Prozent bei der trauernden Familie“, betonte er. Außerdem sprach er der Polizei seinen Dank aus, deren intensive Ermittlung zu einer schnellen Festnahme des Mörders geführt hatte. Gleichfalls dankte er dem kanarischen Volk, in dessen Mitte sie sich seit Jahrzehnten willkommen und aufgenommen fühlen. Viele, so erklärte er, hätten der Familie und der koreanischen Gemeinschaft ihr Beileid ausgesprochen und mit ihnen gemeinsam den Mord an dem kleinen Mädchen betrauert. Diese Solidarität in schweren Stunden hätte allen Betroffenen wertvollen Trost gespendet. (sv)
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04.12.2008 - 







