| 05.06.2008 - Eine Sondereinheit der Nationalpolizei beobachtete schon seit längerem ein Dessous-Geschäft in der Nähe des Hafens in Las Palmas, das den Beamten verdächtig erschien. Suspekt kam ihnen zunächst vor, dass dieser Laden über ein besonders ausgeklügeltes Überwachungssystem, inklusive Videokameras, verfügte und auch die Schlösser überproportional waren.
Im Laufe der Beobachtungen stellten die Beamten fest, dass das Personal häufig in einen Keller verschwand und von dort mit großen Paketen und Tüten wieder in den Laden zurückkam, um der überwiegend weiblichen Kundschaft die verdächtigen Produkte zu zeigen. Auch die Taschen, mit denen die Kunden das Geschäft verließen, stimmten nicht mit dem überein, was man bei Dessous erwartete.
Nach einer ausreichenden Beweissammlung schlug die Sondereinheit zu und entdeckte in den Kellerräumen Schuhe, Taschen, Koffer, Uhren, Schmuck, Kleidung und ähnliches namhafter Hersteller. Die angeblichen Markenartikel stellten sich als hervorragende Fälschungen im Wert von rund 2,5 Millionen Euro heraus.
Selbst Fachpersonal edler Boutiquen hatte in Zusammenarbeit mit der Polizei Mühe, die täuschend echte Ware von den echten Markenartikeln zu unterscheiden. Das Fälscherquartett wurde nach der Vernehmung dem Haftrichter vorgeführt.
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