Schlangenalarm auf Gran CanariaObwohl es auf den Kanarischen Inseln eigentlich keine Schlangen gibt, müssen sich die Verantwortlichen in der Gemeinde Telde auf Gran Canaria mit einer akuten Plage dieser Reptilien auseinandersetzen.
Um sich von der prekären Situation selbst zu überzeugen, besuchte der Beauftragte für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischereiwesen, Marcos Monzón López, jetzt den ländlichen Ortsteil La Solana.
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 | | Mangels natürlicher Feinde können sich die Schlangen auf Gran Canaria ungestört vermehren |
| Telde - 09.05.2008 - Schon in den letzten zwei Jahren wurden in dieser Gegend hin und wieder Schlangen gesichtet und gemeldet, mittlerweile hat sich die Situation allerdings zugespitzt. „Ich kenne mich mit Schlangen nicht so aus und weiß nicht, wie man diese Art nennt, aber giftig ist sie nicht. Ein Mitarbeiter der Stadt wurde beim Einfangen von einer Schlange gebissen und ihm ist nichts passiert“, erklärt die Pressesprecherin von Telde. Nach Angaben der Landwirte, die vor allem auf die neuen Inselbewohner stoßen, verhalten sich die Exoten in keiner Weise aggressiv, sondern ziehen sich vor den Menschen zurück. Trotzdem stellen sie eine Bedrohung für die Fauna der Insel dar, da sie sich vor allem von den heimischen Echsen und anderen nützlichen Kleintieren ernähren und damit das ökologische Gleichgewicht empfindlich stören. Die Art stammt vermutlich aus dem südamerikanischen Raum und wurde wahrscheinlich von Liebhabern exotischer Haustiere einfach ausgesetzt. Diese Fahrlässigkeit hat sich nun zu einem Problem entwickelt. Ein weiteres Ärgernis für die Landwirte der Gegend sind die Abenteurer, die aus der Plage eine neue Freizeitbeschäftigung machen und ausziehen, um Schlangen zu fangen. Dabei betreten sie rücksichtslos privaten Grund, der zum Teil bepflanzt ist und stören die Privatsphäre der Finca-Besitzer. Es wird eindringlich darum gebeten, dies zu unterlassen. Mittels eigens aus den USA importierter Schlangenfallen versucht man nun, das Problem in den Griff zu bekommen. Die Spezialeinheit für Umweltschutz der Guardia Civil, Seprona, bittet alle Bürger, die ein Tier sichten, um eine Benachrichtigung unter der Telefonnummer 928 32 04 00 – 219 oder 062. (sv)
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