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Freitag, 05.12.2008
Erfolge im Kampf gegen die Rauschgift-Mafia
Große Menge Kokain sichergestellt und Drogenkuriere enttarnt
Die spanischen und kanarischen Behörden verzeichneten in der dritten Oktoberwoche zwei große Erfolge im Kampf gegen die Drogen-Mafia.
Drogenboot mit 3,7 Tonnen Kokain
Das sichergestellte Rauschgift mit einem Marktwert von rund 200 Millionen Euro war in einzelnen wasserdichten Paketen (jeweils 25 bis 30 Kilogramm) im Inneren des Bootes versteckt.
Den Tipp bezüglich dieser Kokainlieferung erhielt die spanische Marine von der UDYCO-Zentrale in Madrid. Bei der Übernahme des Drogenbootes durch die Marinesoldaten leisteten die Besatzungsmitglieder keinerlei Widerstand.
Das Boot, seine Ladung und seine Besatzung wurden am 22. Oktober nach Las Palmas de Gran Canaria überführt. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, wurden von den Behörden keine detaillierte Informationen an die Presse weitergegeben.
Der bisher erfolgreichste Schlag gegen die Drogenmafia gelang den spanischen und kanarischen Behörden vor rund zwei Jahren am 10. Oktober 2005. Damals wurden die Drogenboote „Yemaya II“ und „Ivy 1“ von der Anti-Drogen-Einheit der Guardia Civil (DEA) rund 300 Seemeilen vor den Kanarischen Inseln abgefangen.
Sechs Drogenkuriere aufgedeckt
Die kanarische Polizei konnte insgesamt sechs Personen verhaften, die über ihr eigentliches Gewerbe, den Import von Gebrauchtwagen, ihre Drogengeschäfte tarnten. Die sechs festgenommenen Männer im Alter zwischen 31 und 50 Jahren, standen bereits länger auf der Liste möglicher Drogenkuriere. Im Rahmen der Operation „Tindaya“ hatten die Ermittlungsbeamten doch erst jetzt genügend Beweise gesammelt, die zur Verhaftung der Drogenkuriere ausreichten. Der Kopf der Drogenbande ist der 50-jährige José Manuel G.M.. Die Beamten konnten ihn auf einer Finca in Carrión de los Céspedes bei Sevilla festnehmen. Die restlichen fünf Männer wurden kurze Zeit später auf Gran Canaria und Teneriffa verhaftet.
Des Weiteren stellten die Beamten in einer Wohnung in Siete Palmas in Las Palmas de Gran Canaria zudem 43 Pakete mit insgesamt 28 Kilogramm hochreinem Kokain sicher. Das im Rahmen der Operation „Tindaya“ beschlagnahmte Kokain hat einen Verkaufswert von rund einer Million Euro.
Die sechs Verhafteten nutzten ihr Gebrauchtwagen-Importgeschäft als Deckmantel für ihre Drogengeschäfte. Dabei dienten die Fahrzeuge, die von Cádiz nach Teneriffa oder Gran Canaria verschifft wurden, als Transportmittel für die Kokain-Lieferungen.
Die im Besitz der Männer befindlichen Fahrzeuge wurden ebenfalls beschlagnahmt. Den Festgenommenen droht im Falle einer Verurteilung eine empfindlich hohe Freiheitsstrafe.
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04.12.2008 - 






