 | | Keine Frontex-Verstärkung |
| 12.07.2008 - Die Hilfsorganisation Cruz Roja hat derzeit in ihren fünf Zentren 189 Frauen untergebracht, von denen 80 Prozent aus afrikanischen Ländern unterhalb der Sahara stammen. Die meisten Frauen stammen aus Nigeria, der Rest kommt aus mehr als 20 anderen afrikanischen, amerikanischen und europäischen Ländern.
139 Immigrantinnen befinden sich im Zentrum von Gran Canaria und in zwei Zentren auf Fuerteventura. 50 sind in den beiden Zentren der Gemeinden La Laguna und Arona auf Teneriffa untergebracht. Am vergangenen Weltflüchtlingstag, der seit 2001 immer am 20. Juni begangen wird, bot die spanische Kommission für Flüchtlingshilfe den Cruz Roja-Mitgliedern einen Kurs zur Behandlung und Betreuung von in Cayucos und Pateras ankommenden Immigranten an. Im vergangenen Jahr betreute Cruz Roja in Spanien 4.768 Asylsuchende, von denen 40 Prozent Frauen sind. Diese stammen überwiegend aus Afrika und Osteuropa.
Keine Frontex-Verstärkung
Die Europäische Grenzschutzbehörde Frontex beabsichtigt nicht, ihre Luft- und Seeeinsätze, die unter Hera 2008 laufen und die Reduzierung des Flüchtlingsstromes von Afrika zu den Kanaren als Ziel haben, zu verstärken. Das gab der finnische Direktor der Behörde, Ilkka Laitinen, kürzlich in Brüssel bekannt. Laut Laitinen werden die Frontex-Einsätze in den nächsten beiden Monaten so verlaufen, wie sie ursprünglich geplant wurden. Der Frontex-Direktor begründete seine Entscheidung damit, dass nicht nur die Kanarischen Inseln, sondern der gesamte Mittelmeerraum von den Flüchtlingswellen betroffen wäre. Die zur Verfügung stehenden Kräfte und die durchgeführten Einsätze müssten daher vernünftig aufgeteilt werden.
Spanien, Portugal, Italien und Luxemburg sind einige der EU-Länder, die sich an der Operation Hera 2008 in den Gewässern vor Mauretanien, dem Senegal und den Kapverden beteiligen, um die Überfahrten von Flüchtlingsbooten zu verhindern.
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