Jedes zehnte kanarische Kind mental gestört11,4 Prozent der kanarischen Kinder leiden an einer schweren mentalen Störung und 9,4 Prozent befinden sich am Limit, sprich in einer Risikosituation. Das geht aus einer Studie über die Prävalenz von psychischer Verwirrung bei Kindern der kanarischen Inseln hervor.
Die ersten Forschungen auf dem Archipel wurden vom Kinderarzt Pedro Javier Rodríguez des Hospitals de Día Infantil y Juvenil Dr. Guigou gemacht. Dieser präsentierte die Studienresultate zusammen mit der Arztdirektorin Ana Allende Riera, dem Psychiatrie-Chef Juan de la Fuente Portero und dem Pädiatrie-Chef Rafael Ramos Prats.
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| 30.05.2008 - Rodríguez wies darauf hin, dass diese festgestellten Prozentsätze im Rahmen des in anderen Ländern registrierten Durchschnitts liegen. Er präzisierte, dass die am meisten verbreitete mentale Störung auf den Kanaren die Hyperaktivität sei. Rund 11.000 Kinder seien davon betroffen.
Das zweitgrößte Problem seien mit fünf Prozent Verhaltensstörungen und das drittgrößte Problem mit 3,5 Prozent emotionale Störungen.
Laut Rodríguez lassen sich dabei Unterschiede bei den Geschlechtern beobachten: 17,5 Prozent der Jungen und 4,9 Prozent der Mädchen leiden an irgendeiner mentalen Störung. Auch gebe es Unterschiede bei den Störungstypen. Bei den Jungen kommt die Hyperaktivität und bei den Mädchen die emotionalen oder Verhaltensprobleme häufiger vor.
Keine Unterschiede gebe es bei der Herkunft der Kinder: beispielsweise, ob sie aus verschiedenen Provinzen, vom Land oder aus der Stadt kommen. Derzeit befänden sich 2.000 kanarische Kinder wegen solcher Krankheiten zur Behandlung in den hiesigen Gesundheitszentren. Pedro Javier Rodríguez erklärte, dass diese Probleme bei Kindern bereits im Alter von eineinhalb Jahren festgestellt werden können. Im Alter von sechs bis sieben Jahren stehen die Probleme mehr mit dem Verhalten, dem Lebenswandel und der Nahrung in Zusammenhang. Eine US-amerikanische Studie erklärt, dass solche Probleme im Kindesalter Folgen für das Erwachsenenleben dieser Personen haben können. Sie führt beispielsweise diese Probleme bei Erwachsenen auf Rauschgifte (30 Prozent), asoziales Verhalten (35 Prozent) und große Schulprobleme (50 Prozent) zurück. Die hiesige Studie wurde zwischen 2001 und 2006 realisiert. An ihr nahmen 50 Professoren und 600 Kinder teil. Laut Ana Allende Riera stehen im Hospital de Día Infantil y Juvenil Dr. Guigou derzeit 45 Plätze für Kinder mit mentalen Störungen zur Verfügung.
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