Berlusconi – Europas peinlichster MachoWieder einmal hat Silvio Berlusconi mit einem peinlichen Kommentar Schlagzeile gemacht. Kurz nach seiner Wahl zum italienischen Regierungschef hat er die Regierung des spanischen Ministerpräsidenten Zapatero als „zu rosa“ bezeichnet und sich damit über die hohe Frauenquote im spanischen Ministerkabinett lustig gemacht. Zapatero werde wohl Schwierigkeiten haben, ein Kabinett mit so vielen weiblichen Ministerinnen zu führen, lästerte er weiter.
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 | | Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi ist dafür bekannt, von einem Fettnäpfchen ins andere zu treten |
| Rom - 30.04.2008 - Obwohl der Fauxpas des neu gewählten 71-jährigen Regierungschefs Italiens wenig überraschend kommt, da er in seiner Karriere als Politiker auch in der Vergangenheit von einem Fettnäpfchen ins nächste getreten ist, reagiert die Öffentlichkeit – allen voran die spanische Presse - mit Empörung. Die peinliche Ansage hatte Berlusconi über Radio Monte Carlo gemacht. Sein sexistisches Statement hatte er dabei noch ausgeschmückt mit der Erklärung, dass es in Italien nicht möglich sei, so viele Frauen im Regierungskabinett zu haben, da es zum einen mehr Männer in der Politik gebe und es zum anderen schwer sei, qualifizierte Frauen zu finden. „In Italien gibt es, eben-so wie in Spanien, genügend qualifizierte und intelligente Frauen, die im Stande sind, Minister- oder andere Regierungsposten zu übernehmen“, hatte Elene Valenciano von der sozialistischen Partei PSOE erklärt. Das neu gewählte spanische Ministerkabinett be-steht aus neun Frauen und acht Männern, auch das Verteidigungsministerium wird erstmals von einer Frau geleitet. Damit stellt das weibliche Geschlecht zum ersten Mal überhaupt die Mehrheit in der spanischen Regierung. Spanien sei dank Zapatero weltweit zur Referenz geworden, was die Angelegenheiten der Gleichstellung von Männern und Frauen betreffe, so Valenciano.
Berlusconi hatte erst kurz vor den Wahlen in Italien vor laufenden Kameras gezeigt, wie viel – oder besser gesagt wie wenig – er von der Emanzipation der Frau hält. Eine Studentin hatte ihn gefragt, wie es sich junge Paare in Italien leisten könnten, ohne sichere Arbeitsplätze eine Familie zu gründen und Berlusconi gab ihr den „väterlichen Rat“, sie möge doch am besten einen seiner Söhne oder einen ähnlich wohlhabenden Mann heiraten, dann hätte sie derartige Probleme nicht.
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