Exotik Park in Arona geschlossen
Zahlreiche Tiere verhungertAls Beamte der Tier- und Umweltschutzeinheit der Guardia Civil (Seprona) in Begleitung einer Tierärztin jetzt den Exotik Park im Süden Teneriffas inspizierten, bot sich ihnen ein entsetzliches Bild: Einige der Tiere im Park waren bereits verendet, andere vegetierten vollkommen abgemagert und lethargisch vor sich hin.
Die Pächterin des Parks hatte seit Monaten gegen finanzielle Probleme gekämpft, konnte die Miete für den Park nicht mehr aufbringen und letztendlich wurde ihr sogar das Wasser abgedreht, da sie die Rechnung dafür nicht mehr begleichen konnte. Der Exotik Park im Süden Teneriffas wurde geschlossen, 21 Tiere in teilweise verheerendem Zustand konnten in letzter Minute gerettet werden.
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 | | Dieses kleine Schwarzpinseläffchen konnte gemeinsam mit 20 anderen Tieren gerettet werden | | © Fundación Neotropico |
| Arona - 25.07.2008 - „Die lebenden Tiere hatten die toten teilweise aufgefressen“, schilderte Jaime A. de Urioste von der Tierschutzorganisation Fundación Neo-trópico, eine der Organisationen, die sofort ihre Hilfe zur Rettung der noch lebenden Tiere anboten. Unter anderem wurden zwei Schlangen und einige andere Tiere in einem vor dem Park abgestellten Auto entdeckt. „Ein Großteil der Tiere hat keine Papiere, sie wurden in mehrere Zentren untergebracht, wo sie jetzt versorgt werden“, erklärte Jaime weiter. Für einen Ibis kam die Hilfe zu spät, so dass er noch beim Transport starb.
Ein Gesetz, das 2003 beschossen wurde, sieht vor, dass Tierparks gewisse Auflagen erfüllen müssen, die in regelmäßigen Inspektionen überprüft werden. Bei der letzten offiziellen Inspektion sei im Exotik Park noch alles in Ordnung gewesen, die Zustände hätten sich erst in den letzten Monaten dermaßen verschlechtert. Reagiert hatten die Behörden schlussend-lich auf mehrere Anzeigen.
Wer feststellt, dass Tiere in einem Park oder Zoo nicht entsprechend gewisser Standards gehalten werden und leiden müssen, kann sich direkt an die Tier- und Umweltschutzeinheit Seprona (Tel. 922 64 85 00, Durchwahl 379) wenden oder eine Anzeige bei der Policía Local in der jeweiligen Gemeinde machen. So kann der Leidensweg, wie ihn die Tiere des Exotik Park erfahren mussten, vermieden oder zumindest verkürzt werden. (ma)
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